Zeitumstellung

(Ist der Beitrag wirklich um 02.30 Uhr online gegangen?)

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„- – -“

Edit:
Ich habe diesen Post des vergangenen Abends in mein Blog gestellt.
Ja, mich widert es an, wie die „Kollegen” – ja, es sind Kollegen! – sich auf die Umstände stürzen und jedes noch so kleine, ungesicherte Detail zu deuten versuchen.

Ja, ich fühle mich grade schwach.
Warum?
Ich war einst Moderator bei einem Augsburger Lokalsender.
Morgens um kurz vor 7 kam ich ins Studio und hörte über die Monitorboxen irgendetwas mit „Lady Di” „has been” „accident” – unser Mantelsender hatte seine Nachrichten auf Lady Di abgestellt. Sie war in der Nacht in einem Tunnel in Paris ums Leben gekommen. Und der Original-Ton der BBC ist mir heute noch im Ohr.
Wie damit umgehen?
Ich habe an dem Sonntag das Programm mehr oder minder eigenmächtig umgestellt, ruhige Musik gespielt.
Zu einer Sache sah ich mich nicht in der Lage: Hörer auf Sendung zu nehmen, die ihrer Trauer Ausdruck verleihen können und wollen. Und ich habe auch nicht aktiv dazu aufraffen können, Hörer aufzufordern, dass sie anrufen und ihre Empfindungen schildern. Ich habe es nicht fertig gebracht.
Irgendwann gegen 10 Uhr rief der Chef im Studio an und meinte, ich solle eben genau das machen. Call-In.
Und ich habe es nicht gemacht.
Nach dieser Sendung habe ich mich an einen Rechner gesetzt, kurz niedergeschrieben, dass ich es nicht kann, Hörer mit ihrem Leid auf Sendung zu nehmen, in Erinnerungen und seltsamen Empfindungen zu wühlen und die Menschen schildern zu lassen, was sie zum Tod von Lady Di empfinden. Und ich habe geschrieben, dass ich unmissverständlich und sofort kündige, meinen Studioschlüssel mit Tesa am Schreiben angeheftet.

Heute bin ich gottlob in der Situation, dass ich als Journalist nicht immer im Tagesgeschäft bin.
Hätte ich es sein müssen und ein Verantwortlicher verlangt, dass ich dumme Fragen wie diese hier stellen müsste:

… ich hätte vermutlich sofort wieder gekündigt.

Ich empfinde mit allen. Passagieren, Besatzung, Betreiber, nicht zuletzt mit dem Mann, der … und hier beginnt schon wieder die Spekulation.

Es macht mich unglaublich traurig, dass Quote und Klickzahlen bestimmen, was wir Journalisten publizieren (dürfen).

Herr im Himmel! Warum kann unsereins nicht einfach abwarten, was die Untersuchungen zu einem Unglücksfall ergeben?
Warum müssen wir sofort mit unseren Geräten draufhalten?
Was zählt Privatsphäre noch?

Sollte es so sein, dass der Co-Pilot beeinträchtigt war, dann kann das thematisiert werden, es muss auch thematisiert werden. Vielleicht in dem Sinne, dass wir alle überlegen, wie man vernünftige Standards verankern kann … obwohl … wer schaut schon in den Kopf eines Menschen?

Mein Mitgefühl allen, die dessen bedürfen.
Mein Mitgefühl aber auch den Kollegen, die auf Quote schielen.
Mein Mitgefühl uns allen, weil es eine Tragödie ist, an der ich mir grade überlege, ob ich noch Journalist sein will. Die Auswucherungen halten mich eher davon ab.

Die Konsequenz für mich: Egal, wie brennend ein Thema ist, ich werde nie eine clickbait-Überschrift generieren, lieber kryptisch bleiben und drauf vertrauen, dass der gesunde Menschenverstand …

andererseits …

Denn unangemessen und unsachlich wird auch an anderen Stellen berichtet.
Oder aber:
Wenn Religion schon nichts mehr zu zählen scheint, die vielen von uns Leitplanken gab, wie wäre es mit ein bisschen Ethik? Und wenn es nur Medienethik wäre?

Ich fühle mich schwach.

Guten Abend!

Nachtrag 27.03.2015, 05.35 Uhr: Bettina Schmieding im Deutschlandfunk.

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„Ich weiß es doch auch nicht” – Journalismus, wohin gehst Du?

Christian Jakubetz beim Eingangsstatement in der BLM.

Christian Jakubetz beim Eingangsstatement in der BLM.

Wohin geht der Journalismus? Diese Frage erörtern viele Podien in vielen Städten auf vielen Veranstaltungen mit vielen Köpfen. Auch in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) ist man bei einem Panel dieser Frage nachgegangen. Christian Jakubetz hielt das Eingangsreferat, auf das ich mich in meinen Anmerkungen weitgehend beschränken möchte. Und am Ende ist das Podium leer und die meisten Fragen weiter offen:


(4,9 MB / 4:05 min)

Hier geht es zu Christian Jakubetz mit seiner Sicht und weiteren Beiträgen/Videos.

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Das Karussell der Beleidigten …

2015-03-23 18.07.21„Schorsch, mir is fad, wos machmern?“
„Diskutiern ma an Konzertsaal!“
„Jo. Scho.“

Der von mir überaus geschätzte @Robbish_ führt Miniaturdialoge dieser Art jeden Tag auf Twitter. Bei der gefühlt 372. Auflage der Diskussion um einen neuen Konzertsaal in und für München wünschte ich mir die Gelassenheit eines Robbish_, um die ständigen Wiederholungen eines Hans-Georg Küppers und Ludwig Spaenles ertragen zu können. Leider war ich zum Dasitzen und Zuhören verdammt. Auch keine schlechte Übung, wenn man weiß, dass man sich zu späterer Stunde über die Aufführung einer Diskussion zu einem Gespenst auslassen kann.
Dieses Mal also in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Neu im Karussell der Beleidigten waren dieses Mal Mariss Jansons, der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und zu Teilen Thomas E. Bauer, Bariton und wie Jansons vehementer Befürworter einer neuen Spielstätte im Millionendorf. Die Positionen von Spaenle und Küppers will ich hier nicht wiedergeben. Sie haben sich im Vergleich zur letzten Woche beim SZ-Forum nicht geändert.
Mariss Jansons, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, hatte sich schon wieder beruhigt, nachdem er auf einer Pressekonferenz seines Hauses beklagt hatte, dass er zum Narren gehalten worden sei:

Mariss Jansons hat das Preisgeld des Ernst-von-Siemens-Musikpreises in Höhe von 250.000 Euro für einen neuen Konzertsaal versprochen.
Thomas Bauer ist Bariton. Er hat in Blaibach einen Konzertsaal initiiert und ist vielleicht derjenige, der endlich mal mit einer konstruktiven Idee in den Ring trat. Alle reden über einen Standort, Bauer rückte den Fokus zurecht. Es muss ein Konzept her. Seiner Meinung nach heißt das: Konkreter Plan, Menschen bewegen, Geld zu spenden, einen Standort suchen, bauen. Wie in Blaibach. Also die Idee, dann die Finanzgeber, dann der Standort, aber der sehr konkret.

In München wird die Standortfrage scheitern. Derzeit. Das ist der Unterschied zu Blaibach. Es gibt zu viele diskutierte Möglichkeiten. Und es gibt Seehofer, der im Schulterschluss mit Dieter Reiter, dem Münchner Oberbürgermeister, versuchte, die Diskussion zu beenden und sein Master-Plänchen durchzudrücken. Und dann bleibt noch Ludwig Spaenle.
Dem Kunstminister Spaenle war es sichtlich unangenehm, statt seines Chefs Seehofer auf dem Kohlenstuhl sitzen zu müssen. Je länger die Befürworter eines Konzertsaals sprachen, desto unruhiger wurde er. Er schnitt Grimassen. Ein Phänomen, das man bei Spaenle immer beobachten kann, wenn er sich nicht von der Mehrheit der Zuhörer getragen fühlt und er fast platzt, weil er der Meinung ist, dass er alles besser weiß. Ich stelle diesen Umstand nicht mal in Abrede, aber mit seinen Stanzen kommt er auch nicht weiter. Wie beim Gymnasium. Aber das ist ein ganz anderes, vielleicht auch weiteres Feld.
Er versuchte den Spagat zwischen Ministerpräsident, Volk und ähm ja:

Immerhin machte er glauben, dass ihm beim Abend in der Akedemie ein Licht aufgegangen sei.

Ansonsten: Nichts Neues an der Konzertsaalfront.

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Ein Kriminalbeamter erzählt aus seinem Alltag, warum er #vds will.

Letzten Freitag im Bayerischen Landtag. Der CSU-Abgeordnete Florian Herrmann hat zur Pressekonferenz geladen, um den neuerlichen Vorstoß seiner Partei in Sachen Vorratsdatenspeicherung zu begründen. Ein glossierender Bericht findet sich hier. Die VDS firmiert nach CSU-Sprachgebrauch nun als „Digitale Spurensicherung”. Die CSU hat zur Untermauerung ihrer Forderung nach Wiedereinführung einer Überwachung einen Kriminalhauptkommissar aufgeboten, der aus seiner Praxis berichtet. Fälle, in denen die „Cybercops” gerne die Möglichkeit hätten, auf die vorab gespeicherten Daten aller Bürger zugreifen zu können. Damit Sie sich ein (akustisches) Bild davon machen können, hier der unbearbeitete Mitschnitt:

(8:08 min / 9 MB)

Den Beitrag können Sie natürlich jederzeit abbrechen, aber die Schwere der Fälle gebietet es, bis zum Ende zu hören. Ebenso erfahren Sie, wie Kriminelle vorgehen bei ihrem schändlichen Tun:
· Beleidigende EMails
· Klauen von EMail-Adressen
· Betrug mit Online-Handel

(… und nein, ich bin hier nicht ironisch!)

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Konzertsaal München: Fast wissen wir, dass, …aber wo?

Das Podium im Lenbachhaus diskutiert über den Konzertsaal

Das Podium im Lenbachhaus diskutiert über den Konzertsaal

Neuerliche Diskussion um den Konzertsaal München. Diesmal ausgerichtet von der Süddeutschen Zeitung im Künstlerhaus am Lenbachplatz. Seit Gustl Mollath hat kein Thema die Leser der SZ mehr bewegt als die Frage, ob es einen zusätzlichen Konzertsaal für München braucht, und wenn ja: wo. Wolfgang Krach und Sonja Zekri moderierten den Abend. Hier dokumentiere ich die Eingangsstatements der Teilnehmer auf dem Podium. Den Schluss überlasse ich dem Gebeutelten des Abends, dem Kunstminister.

Waltraud Meier sagt, dass ein Konzertsaal vor allem die Musik so ertönen lassen soll, wie sie vom Komponisten gedacht ist. Von der kleinsten Stille bis zum Fortissimo. Neben dieser Frage wirft Meier die Problematik auf, dass niemand derzeit wisse, wo man in der Umbauphase des Gasteigs hin solle. Ein neuer Konzertsaal müsse sich auch im Probenbetrieb öffnen:

Direkte Frage von Wolfgang Krach an den Kunstminister: „Herr Spaenle, für die Katastrophe sind Sie der verantwortliche Minister, wie Frau Meier sagt. (…)“ Und fragt nach, was denn die Meinung von Spaenle sei. Spaenle sieht sich (wie den ganzen Abend) in der Defensive und verteidigt zuerst seinen Chef, den Ministerpräsidenten:

Der Kunstminister verdeutlicht, dass die Staatregierung im Falle eines Konzertsaalbaus wohl eher dem Standort Deutsches Museum (Museumssaal) zugetan sei. Bleibt abzuwarten, wie viel Druck Seehofer und vor allem Spaenle auf das Museum ausüben können.
BR-Intendant Ulrich Wilhelm muss sich für seine Aussage rechtfertigen, dass der BR keinen Saal bauen dürfe, macht aber auch deutlich, dass sich der Sender an der notwendigen technischen Ausstattung messen lassen wolle:

Der Dirigent Steven Sloane erzählt, wie der Hergang in Bochum war. Dort soll nächstes Jahr ein Konzertsaal eröffnet werden. Und Bochum hat im Gegensatz zu München weniger gute Voraussetzungen. Es fehlt das Geld. Sloane verdeutlicht in seinem Eingangsstatement, dass Bürgerbewegung sein müsse, dann würde sich auch die Politik bewegen:

Provokant ist die Einstiegsfrage an Hans-Georg Küppers, den Kulturreferenten Münchens. Was er denn gegen einen Konzertsaal habe. Nichts, antwortet der. „Aber“, so Krach, „Sie tun auch nichts dafür?“

Die Debatte, die folgt, ist aufschlussreich. Teile können Sie auf Twitter nachlesen, der Hashtag #Konzertsaal hilft weiter. Die Süddeutsche fasst ihre Veranstaltung auch zusammen. Der BR berichtet in Text und Audio.

Kurzfassung des Debattenschlusses: Alle sehen sich in 10 Jahren in einem neuen Konzertsaal. Wo der allerdings steht, darauf will (und kann) sich keiner festlegen. Die härteste Kritik des immer wieder murrenden, applaudierenden, buhenden Publikums muss Kunstminister Spaenle als politisch Haupt-Verantwortlicher einstecken. Deswegen soll er hier nochmal zu Gehör kommen und den Stand der Dinge darstellen:

Nach zwei Stunden mehr oder minder Rumgegurke auf der Bühne bleibt als Erkenntnis: Der Vorhang auf und alle Fragen offen.

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„Bleibens katholisch” – Zur Bischofsweihe von Stefan Heße

Kirchenfenster im Kölner Dom.

Kirchenfenster im Kölner Dom.

Es ist nur eine kleine Geschichte. Aber es ist eine dieser Geschichten, die mich rührend machen. Stefan Heße habe ich Ende Januar 2014 eher zufällig kennengelernt. Ich war mit zwei Freunden im Kölner Dom. Wir hatten beschlossen, zu Süßwarenmesse zu gehen. Aber nicht ohne einen Besuch eben in jenem Dom. Und die Teilnahme am Gottesdienst. Ich danke noch heute meinen Freunden, dass sie auf meinen Wunsch eingingen, das lateinische Amt zu besuchen. Generalvikar Heße war Hauptzelebrant. Während des Gottesdienstes, vermehrt auch während der Predigt schaute Stefan Heße, zu uns, die wir seitlich des Geviertaltars saßen. Mag es sein, dass ihm die jungen Stimmen im Häuflein alter Frauen und Männer auffielen – oder war es, dass er sich daran störte, dass wir uns gelegentlich austauschten. Jedenfalls sangen und beteten wir aus Seelenkräften auf Latein mit.
Nach dem Gottesdienst nahmen wir uns noch die Zeit, die Blutampulle von Johannes Paul II. anzusehen. Eigentlich wollten wir auch noch zum Schrein hin, in dem die Gebeine der Heiligen Drei Könige liegen. Wegen des nächstes Gottesdienstes war uns der Besuch nicht möglich.
Und so standen wir drei im Seitenschiff, überlegten, was wir noch anschauen könnten – und zumindest ich rechnete schon mal die Zeit bis zum Messebesuch und zur Heimfahrt nach Markt Schwaben durch.
Während ich noch auf das Fenster schaute und mich erinnerte, dass das Bayerische Wappen zu Recht im Kölner Dom verewigt ist*, kam Generalvikar Stefan Heße auf uns zu und fragte, was wir machen und woher wir stammen.
„Aachen, Mönchengladbach, München“ antworteten wir brav hintereinander.
Was wir denn machen?
„Wir sind Journalisten und wollen gleich noch zur Süßwarenmesse.“
„Ahja, Journalisten. Bleiben’s katholisch!“, das war die Aufforderung, die der damalige Generalvikar uns dreien mit auf den Weg gab.

Ich für mein Teil freue mich, dass Stefan Heße nun Erzbischof von Hamburg wird. Es ist eine weitreichende Entscheidung von Papst Franziskus, einen doch so jungen Menschen zum Leiter eines Bistums zu machen. Aber, wenn man sich die Personalentscheidungen dieses Papstes anschaut, ist das auch nicht ungewöhnlich. Zumindest in Deutschland hat er recht junge Oberhirten bestellt. Stefan Oster in Passau, Ulrich Neymeyr in Erfurt und nun Stefan Heße in Hamburg.
Lieber Erzbischof Heße, ich wünsche Ihnen, dass Sie die rheinische Herzlichkeit behalten und genau so, wie Sie auf Benedikt Heider, Lukas und mich zugegangen sind, auf die Menschen in Ihrem Erzbistum zugehen.

Deo gratias!

*Das Herzogtum Jülich-Kleve-Berg gehörte ebenso wie Köln mal zu bayerischen Gebieten bzw. hatte aus Bayern stammende Herrscher. ich bin in Geilenkirchen geboren und habe mehrere Jahre in Jülich gewohnt.

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Weil, wenn was war, dann konn ma des, was kimmt, verhindern, wenn ma woass, wos gwesen is …

Meinung/Satire

KHK Thomas Hirl, CSU-MdL Florian Herrmann und Pressesprecher Franz Stangl erklären die Digitale Spurensicherung

KHK Thomas Hirl, CSU-MdL Florian Herrmann und Pressesprecher Franz Stangl erklären die Digitale Spurensicherung

Bayern ist ein sicheres Land und soll noch sicherer werden. Ach was, Bayern. Ganz Deutschland. Das ist die Meinung von Dr. Florian Herrmann von der CSU. Und deswegen will er, dass die Vorratsdatenspeicherung wieder eingeführt wird. Weil das Thema aber keinen interessiert und der Name abgegriffen ist, nennen die von der CSU es jetzt „Digitale Spurensicherung“. Trotzdem kamen nur drei Journalisten zur Pressekonferenz.

(5:39 min / 5 MB)

Hier gibt es die schriftliche Vorlage der Pressekonferenz als pdf-Scan. Nachfolgend einige Screenshots:

Auswahl_20150315_17:39:44Klingt gut. Aber: Zum Anlegen einer Sperrdatei braucht man wiederum die Daten der Berufsgruppen. Und wer garantiert, dass diese nicht mißbraucht oder unrechtmäßig ausgelesen wird?

Auswahl_20150315_17:40:02Politische Mehrheit und politische Mehrheit ist zweierlei. Und ob die tatsächlich so vorhanden ist, weiß ich nicht wirklich. Zumal sogar der netzpolitische Arbeitskreis der CSU schon Gegenposition bezogen hat.

Auswahl_20150315_17:40:18Es sind durchaus Gründe. Aber: a) die Gewichtung und b) die Relation zu anderen Straftaten ist zumindest zu hinterfragen. Achso: Kinderpornographie geht gar nicht, aber: über welche Wege wurden Konsumenten bislang ausfindig gemacht? Auch zu Zeiten einer existenten VDS nach meinem Kenntnisstand kein einziger. Ob die Verhältnismäßigkeit hier passt, dass ein ganzes Volk in Vorbeuge-Maßnahme genommen wird, um einige Kapitalverbrechen aufklären verhindern zu können? Ich habe da so meine Zweifel.

Die CSU sieht das ein wenig anders als ich.

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Sachliche Romanze

2014-11-23 17.50.39

(Erich Kästner)

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fragen

ich will Dich begleiten,
ohne zu wissen wohin

ich will Dich tragen,
ohne zu wissen wie schwer

ich will Dich erreichen,
ohne zu wissen wie weit

ich will Dich zudecken,
ohne zu wissen wie oft

Du tratst in mein leben,
ohne zu wissen, was Du anrichtest

ich will Dich lieben,
ohne zu wissen warum

entnommen aus „fünf stationen liebe“, aschenbrenner & schott, 1997

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