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Danke. <3

Neulich war ich in Osnabrück. Dort wurde der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen. Die musikalische Umrahmung gestaltete Manfred „Manni“ Leuchter. Ihr kennt ihn alle. Das ist der, der das Akkordeon bei Reinhard Mey spielt.

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Filmfest München: Julia Probst fordert mehr Untertitel, mehr Schauspieler mit Behinderung

Julia Probst, auch bekannt als @EinAugenschmaus, forderte mehr Untertitel.

Julia Probst, auch bekannt als @EinAugenschmaus, forderte mehr Untertitel.

Für uns hörende Menschen ist es kein Problem, ins Kino zu gehen. Wir hören die Tonspur und erkennen die Handlung. Für Gehörlose ist das unmöglich. Dafür bräuchte es mehr Untertitel, nicht nur im Kino, sondern auch im Fernsehen. Das Filmgespräch der CSU-Landtagsfraktion bot Julia Probst eine Gelegenheit, diese Forderung wieder einmal zu artikulieren. Julia Probst ist gehörlos, bloggt und ist vielen bekannt: Sie ist @EinAugenschmaus auf Twitter. Darüber hinaus machte sich Julia für mehr Authentizität im Fernsehen stark: Es sollen mehr Schauspieler mit Handicap besetzt werden, die ihre Behinderung glaubwürdiger spielen können als Nicht-Behinderte Mimen.

Beim Filmgespräch der CSU war ein Gebärdendolmetscher zugegen. Er trug die Forderungen von Julia Probst vor:

(5:52 / 5 MB)

Das Podium beim CSU-Filmgespräch im Gasteig.

Das Podium beim CSU-Filmgespräch im Gasteig.

Ich bin mir bewusst, dass dieses Audio nicht barrierefrei ist. Gleichwohl bitte ich um Nachsicht, als Journalist ohne eine Redaktion im Hintergrund kann ich gewisse Dinge nicht oder nur unzureichend leisten. Wenn jemand Zeit/Lust/Muße hat, eine Transkription anzufertigen, bitte einfach melden. Danke für das Verständnis!

Gleichwohl ist das Thema wichtig. Deswegen dieser Ausschnitt aus dem Gespräch vorab. Mit den Einlassungen von Bettina Reitz (BR), Prof. Dr. Klaus Schaefer (FFF Bayern) und einem Filmschaffenden aus dem Publikum.

Update (5. Juli 2015/ 16:20 Uhr): Jetzt ist das Transkript da.

Herzlichen Dank an Anneke Hänel, die es anfertigte.

Julia Probst:
Ich bin gehörlos und das heißt, ich kann Filme im Fernsehen und im Kino nur mit Untertiteln genießen. Und im deutschen Fernsehen haben wir leider prozentual noch verschwindend wenig Untertitel und es gibt keine festgelegte rechtliche Grundlage, so dass wir als Gehörlose, als Minderheitengruppe das einfordern könnten. Und ich würde mir wünschen, dass die Barrierefreiheit im Fernsehen auch bei den Filmschaffenden schon mit im Hinterkopf ist, so dass wir auch mehr Zugang zu diesen Medien haben können. Denn es gibt Möglichkeiten für Live-Untertitel, Audiodeskription, alle diese barrierefreien Methoden, die dazu beitragen, dass auch Randgruppen der Bevölkerung mehr von den Filmen, die wir im Fernsehen haben, haben können.

“Der Turm”, “Nacht über Berlin”, “Unsere Väter, unsere Mütter” – das waren alles Produktionen, die als DVDs jetzt kaufbar sind, aber ohne Untertitel produziert wurden. Und das ist für mich eine Bedingung eigentlich für weitere Filmförderung. Denn Filme, die über die Filmförderung produziert wurden und dann als Kauf-DVDs angeboten werden, sollten auf jeden Fall auch eine Untertitelung mit auf den DVDs haben. Also da denke ich, die Barrierefreiheit sollte einfach noch ein ganz wichtiges Thema werden. Auch innerhalb der Filmförderbedingungen sozusagen.

Und die Frage der Schauspieler, also die Schauspieler, die keine Behinderung haben, spielen häufiger auch Rollen von Menschen mit Behinderung und da ist dann für mich die Frage, warum musste das so gewählt werden. Also, es gibt da leider auch, oder nicht leider, sondern es gibt zum Glück auch viele Menschen, die eine Behinderung haben, die aber auch als Schauspieler tätig sind. Warum werden dann nicht solche Rollen auch so besetzt, dass sie realistisch besetzt werden? Oder im “Tatort Leipzig” zum Beispiel, ist eine hörende Schauspielerin als gehörloser Akteur sozusagen tätig geworden. Und uns Betroffenen fällt das natürlich sofort auf, weil wir erkennen, dass diese Person eine Schauspielerin ist, die diese Rolle zwar gut versucht zu spielen, aber wo wir einfach wissen, dass das nicht realistisch ist, weil wir das sehen. Und es gibt gehörlose Schauspieler, die diese Rolle eben auch spielen könnten. Beziehungsweise für den nichtbehinderten Zuschauer, der sich das dann anschaut, wird auch ein falsches Image weitergegeben.

Markus Blume:
Vielen Dank, und ich sag das wirklich aus voller Überzeugung, dass wir unseren Blick auch dafür schärfen, dass das Thema “Barrierefreiheit” und “Inklusion” nicht nur eines ist im öffentlichen Raum und nicht nur eines ist im Bildungsbereich, alle Dinge, die wir politisch ja sehr intensiv, ich grüße auch die Kollegin Mechthild Wittmann aus dem bayerischen Landtag, diskutieren, sondern auch in einer solchen Debatte Platz haben muss. Frau Reitz, wie schaut’s aus?

Bettina Reitz:
Ja, ich kann das sehr gut verstehen. Wir haben, glaube ich, schon sehr viel mehr gemacht als früher. Die barrierefreien Angebote innerhalb der ARD haben sehr zugenommen, wir haben eigentlich den Anspruch in der ARD, fast zu 100% mit den Zulieferungen aus den Landesrundfunkanstalten barrierefreie Angebote zu garantieren. Bei Kino-Coproduktionen ist es noch schwieriger, das ist ja dann auch immer auch nochmal eine Bearbeitung und eine finanzielle Frage, aber ich nehme das gerne nochmal mit.

Ich habe eine Idee, weil das auch von den Landesrundfunkanstalten nicht alles auf einmal zu 100% umgesetzt werden kann, wir haben da auf Jahre verteilt auch die Budgets, dass man, Klaus, vielleicht bei der Förderung, gerade bei “Unsere Mütter, unsere Väter” darauf achtet, dass wenn ihr bei großen Eventproduktionen oder auch Kinoproduktionen fördert, die Produzenten bittet, das doch bitte auch von vorneherein mit einzukalkulieren. Und ich glaube, dass dann niemand sagen würde bei Coproduktionen, dass dieser Kalkulationsansatz, dem nicht stattgegeben würde.

Klaus Schaefer:
Also ich kann sagen für die Filmförderung ist es für den Kinofilm, damit auch für Kino-Coproduktionen, jetzt gelöst, es ist sowohl im Filmfördergesetz des Bundes, als auch in den Richtlinien des deutschen Filmförderfonds inzwischen zwingend vorgeschrieben, barrierefreie Fassungen zu produzieren und herzustellen. Und damit ist es für die Filme, für die neuen Filme, also das gilt jetzt seit einigen Jahren, die Filme, die jetzt entstehen, werde alle barrierefreie Fassungen haben, in der Tat.

Freiwillig, bei Fernsehproduktionen sowieso, die bei uns eingereicht werden. Freiwillig, wenn der Produzent eine barrierefreie Fassung kalkuliert. Und der wird sie kalkulieren, wenn die Sender sagen, “Wir werden sie ausstrahlen.”, weil sonst macht es keinen Sinn. Und dann, also wenn es da barrierefreie Fassungen gibt, können die natürlich auch, diese Kosten, gefördert werden, das ist gar keine Frage.

Markus Blume:
Gut. Das klingt doch schon einigermaßen optimistisch. Dann darf ich um weitere Fragen bitten.

Zuschauer:
Wir im Kino arbeiten mit Hochdruck dran, dass wir für Seh- und Hörgeschädigte ab nächstem Jahr diese ganzen Techniken zur Verfügung stellen können – verschiedene, unterschiedliche Geschichten, die nicht alle gleich gut funktionieren, aber wir arbeiten von der Kinoseite her, damit diese Leute eben auch im Kino wirklich ihren Platz finden. Auch die gar nichts sehen, sind wir dabei im Moment dran zu arbeiten , ich schätze, dass wir ab nächstem Jahr in der Lage sind, hier großflächig anzufangen, diese Techniken einzubauen im Kino. Es gibt ja bestimmte Fördertools auch in diese Richtung, und die werden wir dann versuchen auch alle auszunutzen.

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Lernen im Digitalen Zeitalter

Podiumsdiskussion "Lernen im digitalen Zeitalter" (v.l.n.r.): Jöran Muuß-Merholz, Thomas Gehring, MdL (Moderation), Achim Lebert, Dr. Martin Lindner. Foto: Olaf K. Krueger

Podiumsdiskussion “Lernen im digitalen Zeitalter” (v.l.n.r.): Jöran Muuß-Merholz, Thomas Gehring, MdL (Moderation), Achim Lebert, Dr. Martin Lindner. Foto: Olaf K. Krueger

Die Landtags-Grünen veranstalteten einen Kongresstag zu Leben und Lernen im Digitalen Zeitalter. Wer dem Periscope-Stream nicht folgen konnte, hier der Mitschnitt der Podiumsdiskussion des Vormittags.

(46:25 min / 42 MB)

Hinweis: Die teilweise schlechte Tonqualität bitte ich zu entschuldigen, an der Medientechnik wird gearbeitet.

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Standortfrage #Konzertsaal soll vor der Sommerpause geklärt sein

Kunstminister Ludwig Spaenle und der stv. Ausschussvorsitzende Oliver Jörg (CSU)

Kunstminister Ludwig Spaenle und der stv. Ausschussvorsitzende Oliver Jörg (CSU)

Olympiapark? Alte Pakethalle? Finanzgarten? Oder doch Kunstpark Ost? Orte in der Suche um einen Standort für einen Konzertsaal gibt es genug, Gutachten und Machbarkeitsstudien werden angefertigt. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat den aktuellen Stand in Sachen Konzertsaal im Wissenschaftsausschuss des Bayerischen Landtages wiedergegeben. Der O-Ton:

Der Ausschussvorsitzende Prof. Michael Piazolo freute sich, dass die SPD auch endlich von der Notwendigkeit eines Konzertsaals überzeugt ist. Dabei dürfe aber nicht der Rest Bayerns vergessen werden.
Verena Osgyan (Grüne), die besonders für Nürnberg kämpft:

Und selbst Oliver Jörg, stellvertretender Ausschussvorsitzender, Franke und in der CSU, freute sich über die Abgeordneten, die sich für die Region einsetzen.

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Leben und Lernen im Digitalen Zeitalter

Margarete Bause und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen.

Margarete Bause und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen.

Am Samstag veranstalten die Grünen im Bayerischen Landtag einen Kongress zu „Leben und Lernen im Digitalen Zeitalter“.
Fraktionsvositzende Margarete Bause erklärte, warum über Digitales Leben nicht nur geredet werden muss, sondern auch endlich gehandelt werden muss. Die Grünen wollen ihre Ideen dem Publikum vorstellen:

Zur Veranstaltung können Sie sich hier noch anmelden.

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Schottern, Krallen und Literatur für Seehofer

Dass Pressekonferenzen nicht immer bitterernst enden müssen, auch wenn die Politik meistens wenig Anlass zum Lachen bietet, bewies Ludwig Hartmann von den Grünen. Er gab zu, dass er Seehofer mit den Krawallprotestlern der Castortransporte vergleiche. Im Keller seiner Eltern habe er auch Fach-Literatur gefunden, die er dem Ministerpräsidenten gerne zur Verfügung stelle:

(Es ist wohl vollkommen klar, dass es sich hier um einen Scherz handelt. Ich schreibe das bei der bekannten Resistenz regierender Parteien und ihrer Schoßhündchen besser dazu, bevor es einen Skandal gibt.)

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Hartmann: Selbst CSU-Mitglieder verstehen Seehofers Energiepolitik nicht mehr

Margarete Bause und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen.

Margarete Bause und Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen.

Die Grünen im Bayerischen Landtag werfen der Staatsregierung vor, dass nicht mal mehr die eigenen Parteimitglieder die Energiepolitik der CSU verstehen würden. Fraktionschef Ludwig Hartmann will die Energiepolitik deshalb zum Thema der Aktuellen Stunde am morgigen Plenartag machne. In einer Pressekonferenz begründete er das wie folgt:

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„Wer die Schöpfung nicht liebt, kann kein wirklich guter Christ sein“

Kardinal Reinhard Marx und Prof. Markus Vogt (LMU) stellen die Enzyklika vor.

Kardinal Reinhard Marx und Prof. Markus Vogt (LMU) stellen die Enzyklika vor.

Sie war mit Spannung erwartet worden – die Enzyklika des Papstes zu Umwelt, Ökologie und Glaube. Am Mittag würdigte Reinhard Kardinal Marx in München das Lehrschreiben. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz spannte einen Bogen von der ersten Sozialenzyklika bis zum heutigen Schreiben: 1891 war es Leo XIII., der mit seiner Enzyklika zur sozialen Frage, d. h. der Arbeiterfrage des 19. Jahrhunderts, die päpstliche Sozialverkündigung im engeren Sinn begründete. Diese Enzyklika war der erste Text lehramtlicher Verkündigung, der sich als ganzer mit dieser Thematik beschäftigte. In der Folgezeit entwickelte sich eine Tradition, die immer wieder aus Anlass von einem Jubiläum von „Rerum novarum“ an diese Linie anknüpfend, die Thematik aufnahm und aktualisierte. Benedikt XVI. hat mit seiner Enzyklika „Caritas in veritate“ 2009 deutlich gemacht, dass es Paul VI. war, der mit seiner Entwicklungsenzyklika „Populorum progressio“ einen zweiten, neuen thematischen Strang innerhalb der Sozialverkündigung eröffnet, den dann Johannes Paul II. mit „Laborem exercens“, „Sollicitudo rei socialis“, „Centesimus annus“ und Benedikt XVI. mit „Caritas in veritate“ weiterverfolgen. Und nun ist es Papst Franziskus, der mit seiner Sozialenzyklika „Laudato si‘“ einen dritten inhaltlichen Strang identifiziert: den der Ökologie. Nicht, dass es keine inhaltlichen Anknüpfungspunkte in der Tradition der Sozialverkündigung gäbe – er nennt auch zu Beginn des Textes einige, um dann aber doch sehr zügig zu seinen eigenen Akzentuierungen zu kommen.

Eine zusammengefasste Einschätzung von Kardinal Reinhard Marx:

Professor Dr. Markus Vogt ergänzte im Rahmen der Pressekonferenz aus seiner Sicht:

Die Enzyklika Laudato si ist hier als pdf herunterzuladen.

Für die, die nicht die Zeit zum Lesen der ganzen Enzyklika aufbringen: Die Kollegen von katholisch.de haben das Lehrschreiben zusammengefasst.

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Philologen wollen Digitales Lernen – Die Infrastruktur passt aber nicht

Michael Schwägerl und Max Schmidt stellten die Onlinebefragung vor.

Michael Schwägerl und Max Schmidt stellten die Onlinebefragung vor.

Die gute Nachricht zuerst: „Das Digitale Zeitalter ist in der Schule angekommen, die Kreidezeit überwunden“, konstatiert Michael Schwägerl das Ergebnis einer Online-Umfrage unter den Mitgliedern des Philologenverbandes. Der stellvertretende Vorsitzende der Bayerischen Philologen macht allerdings auch klar, dass die Digitalisierung der Schulen keineswegs nur Anlass zum Jubeln bietet. Genauso sieht das auch Max Schmidt. Es scheitert vor allem an einem: Die Geräte sind schnell veraltet, Investitionen zu tätigen ist für einen Schulträger, zumeist Kommunen, einem finanziellen Selbstmord gleichzusetzen:

Nicht nur die Geräte sind veraltet, die PC-Räume sind es auch. Und viel zu wenig wird daran gedacht, dass sich der Computer, das Tablet, das Smartphone in alle Unterrichtsbereiche einklinkt. Mangels fehlender Infrastruktur wie breitbandigen Internetzugängen, die auch mal mehrere 100 Schüler auf einen Schlag verkraften können wird „Online“ in der Schule zur Geduldsprobe. Max Schmidt bemerkte richtig, dass es nicht damit getan ist, dass „der Söder in jeden Keller eine Glasfaser legt“. Sinnvoller und zuverlässiger Einsatz kenne fast nur eine einzige Chance: Bring Your Own Device – die Schüler müssten ihr eigenes Gerät mitbringen. Dreiviertel aller Lehrer würden gerne mehr digital arbeiten. So wundert auch nicht, was Michael Schwägerl als Fazit aus der Befragung vorstellt:

60 Prozent wünschten sich laut bpv, Onlinemedien noch besser einsetzen zu können. Daraus resultieren am Ende laut Schwägerl diese Forderungen:

Die Ergebnisse der Onlinebefragung hat der Philologenverband in dieser Präsentation aufbereitet.

Kommentar:
Es ist richtig, dass eine vernünftige Infrastruktur der erste Schritt hin zu sinnvoller Digitaler Nutzung ist. Deswegen braucht es (zumindest für Schulen) finanziell erschwingliche Lösungen. Mobilfunkprovider, mithin das Abwälzen der Kosten auf den einzelnen Schüler fallen als Alternative aus, da diese in Deutschland keine akzeptablen Volumina anbieten. Eine andere Sache ist die Geräteausstattung. Es wäre nicht hinnehmbar, wenn jede Schule ihren Schülern das Device vorschreiben würde, das im Unterricht zu verwenden sei. Gleichwohl fällt auf, dass die meisten Schüler für den Unterricht brauchbare Geräte haben. Wenn man in einem großen Schritt hinginge und von Software-Seite her auf offene Formate/Standards setzte, dazu sich auf dem Markt umsähe, was von Verlagen unabhängige Schulbücher zu leisten im Stande sind, dann wäre schon mal was erreicht mit der Verbesserung der Digitalisierung unserer Schulen. Aber: Solange man in Antworten auf diesbezügliche Fragen mit dem Hinweis auf Linux und Windows abgespeist wird, haben die Lehrer nicht nicht ganz verstanden, um was es geht. Von den Fachministern schweige ich an dieser Stelle lieber.

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Barrierefreiheit: SPD stellt Fragen, CSU antwortet

Ruth Waldmann ist in der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag für die Belange behinderter Menschen zuständig.

Ruth Waldmann ist in der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag für die Belange behinderter Menschen zuständig.

Es war ein vollmundiges Versprechen, das Horst Seehofer in seiner Regierungserklärung abgab: Bayern solle barrierefrei werden. Die SPD im Bayerischen Landtag hat nach gut zwei Jahen einmal nachgefragt und der Staatsregierung in einer Interpellation 227 Fragen gestellt. Ruth Waldmann, Sozialpolitikerin in der SPD, fasste in einer Pressekonferenz zusammen: „Der Ministerpräsident hat große Hoffnungen geweckt und steht damit in der Verantwortung. Die Staatsregierung müsste die Barrierefreiheit ganz vorne auf die politische Tagesordnung setzen und mit allem Hochdruck an der Umsetzung des Versprechens arbeiten. Aber wenn man noch nicht einmal den Ist-Stand kennt, kann man auch keine Aufgaben und Ziele definieren und keine Kosten abschätzen.“
Der Wortlaut:

[4MB / 4:31 min]

Die 227 Fragen und Antworten, so Waldmann, würden im Landtag nicht auf einmal abgearbeitet, die Antworten würden sehr genau gegengelesen und Stück für Stück im Plenum abgearbeitet.

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