Bewegt Menschen.

Mercedes Benz Integro in alter RVO-Lackierung, 2-Achser, extra langer Radstand.
Mercedes Benz Integro in alter RVO-Lackierung, 2-Achser, extra langer Radstand.
Wer sich meine Twitter-Bio anschaut, stößt unweigerlich auf den Satz „Bewegt Menschen.” Dieser Satz ist durchaus mit Bedacht gewählt.
Mein Berufsleben habe ich bei einem belgischen Radio angefangen. Studio und Sendemast standen direkt hinter dem damals zwar schon offenen, aber noch vorhandenen Schlagbaum. Unser Studio war in einer ehemaligen Zöllner-Baracke untergebracht.
Wir machten damals Radio ohne Format, dafür aber bald mit Nachrichten. Der ehedem erste DJ Deutschlands sprach und schrieb diese. Um Abwechslung in den Sendeablauf zu bekommen, sprach und modifizierte ich manchmal auch die Meldungen, wenn ich nicht grade selber als Moderator tätig war. Das Radio war eine G.o.E., eine Gesellschaft ohne Erwerbszweck. Radio Euro machte später traurige Schlagzeilen, als daraus Hitradio X wurde und kommerziell senden wollte, obwohl das in Ostbelgien verboten war.
Ende der 80er Jahre war diese Zeit erst mal vorbei. Ich hatte mein Abitur in der Tasche und musste zur Bundeswehr.

Radio – was anderes konnte ich ja nicht.

Nach der Bundeswehr begann ich ein Studium. Philosophie, Neue Deutsche Literaturgeschichte und Latein. Schon nach zwei Semestern merkte ich, dass das nicht das ist, was ich machen will. Ich bekam ein Volontariat in einem Sachbuchverlag und danach … ging ich wieder zum Radio. Bayerisches Lokalradio. Radio Alpenwelle. Ich hatte ja nix und konnte nix. Aber ich hatte ne recht gute Allgemeinbildung und eine Stimme. 1998 war das dann auch vorbei. Desillusioniert, dass man im Radio nicht alles machen kann, was man machen will, ging ich. Wobei ich bis heute glaube, dass man damals wie heute weniger formatiert und mehr auf Persönlichkeit von Moderatoren setzend einen Christbaum hätte gewinnen können. Oder eine Marke im Radio sein hätte können.

Menschen bewegen

USB-Sticks
USB-Sticks
Nach einer Zwischenstation an einer Tankstelle (Kasse, Einkauf, Web) und dem ausgeschlagenen Angebot, aufgrund meiner Linuxkenntnisse zu einem Internetprovider zu wechseln, entschloss ich mich, den Busschein zu machen. Königsklasse.
Mehrere Jahre Linienbus, zum Abschluss dann Reiseverkehr. Und weil ich rot-grün-Verwechsler bin, irgendwann der Ausstieg, weil ich nicht mehr durch den Sehtest kommen würde.
Das Echo in Sozialen Medien war groß. (Screenshot: Rivva)
Das Echo in Sozialen Medien war groß. (Screenshot: Rivva)
Wieder zurück in den Journalismus.
Fortbildung zum Onliner an der Journalistenakademie in München.
Selbständig.
Pressearbeit für einen Lehrer- und Erzieherverband.
2012 wurde ich bekannt, weil ich aufdeckte, dass die GEMA für die ZPÜ die Leerabgabe auf USB-Sticks erhöhte. Mein Original-Artikel ist in den Tiefen des Netzes verschwunden – im alten Blog.
Kartoffeln in einer Schale
Kartoffeln in einer Schale
2014 dann diese Geschichte mit den Modellautos und einer Staatsministerin. Auch hier leider nur noch der reproduzierte Artikel.
Zwischendrin die Entdeckung, dass ich doch wieder mehr mit meiner Stimme machen kann. Und die Konsequenz, andere Formate zu probieren, ohne sich einer Formatierung zu unterwerfen.

An den vielfältigen Reaktionen merke ich, dass diese Geschichten rund um Radio und Bus bewegen.
Geschichten, die ich im Laufe des Jahres immer mal wieder in dieses Blog einstreuen werde.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s