Der SocialMedia-… – Ja, was eigentlich?

Im Regieraum.
Im Regieraum.
Geschworen hatte ich, nie mehr eine Nabelschau zum Journalismus, ein Panel, eine Veranstaltung zu besuchen, die sich mit dem Journalismus beschäftigt. Und wenn ich sage, dass ich es doch wieder getan habe, können Sie mich des Wortbruchs zeihen. Ich jedenfalls bin nach der Medienfachtagung an der Universität der Bundeswehr nach Hause gegangen mit zwei Erkenntnissen: Zum einen wussten die dort Vortragenden auch nicht, wie genau die neuen Wege aussehen sollen und zum zweiten bin ich mir sicher, dass es kein Fehler war zu sagen, nicht mehr auf solche Veranstaltungen zu gehen, auch nicht, wenn man sich der einen oder anderen Person verbunden fühlt.

Nun habe ich auch keine Lust, aus den ganzen Vorträgen, die teils Werberunden von Springer über Burda bis zum Mittelbayerischen Verlag waren, teils den Status quo widerspiegelten, etwas für einen Audiobeitrag herauszulösen, der doch nur den Jakubetz’schen Glaubenssatz untermauert, der da heißt: „Ich weiß es doch auch nicht“. Christian Jakubetz war übrigens nicht bei der Veranstaltung.
Wichtig war, was Gabriele Goderbauer-Marchner, Professorin für Print- und Online-Journalismus, in einem halbstündigen Referat sagte. Es zeigt zweierlei: Dass die Erkenntnis nicht nur nicht bei den Verlagen angesiedelt ist, sondern auch, dass die Ausbildungsstätten um die Erkenntnis ringen. Und das im besten Sinne. Der Kernsatz:

Meine Antwort:
Macht es doch! Endlich!
Das ist zwar genauso holzschnittartig wie das, was man auf solchen Panels hört, aber es kostet weniger Zeit, den Weg zu finden und zu beschreiten.
Ob ich das nun Social-Media-Journalist oder Social-Media-Contenter nenne oder Hans-Dampf-in-allen-Gassen: Es wird immer Journalismus bleiben, in all seinen lehrbuch- oder auch unkonventionellen Erscheinungsformen.
Bis wir das begriffen haben und anfangen umzusetzen, kümmern wir uns eben noch mal um ein Leistungsschutzrecht oder um die Zahlungen von Google an Verlagshäuser. Weil die Verleger ja ideenlos zu sein scheinen.
Und alle drei Wochen generieren wir eine neue Buzzword-Liste, testen das nächste schicke Tool, beschicken Facebook mit Instant Articles und alle schreiben sich die Finger wund. Darüber und was $SocialMediaPlattform bringt, macht, verändert.
Alleine: die Kernkompetenz von uns Journalisten wird dadurch nicht besser. Und manchmal ist abwarten statt hecheln einfach gesünder.

Vielleicht, ja, vielleicht beherzigen wir auch, was Gabriele Goderbauer-Marchner sagte: Nachdenken. Und machen. Einfach machen. Aber das machen ja alle, oder?

Nix für unguad.

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