Mach’s gut, Hansi!

Gestern ist James Last gestorben. Ich denke an einen Musiker, der mir durch sein Schaffen und seine Arrangements viel Freude, Liebe, aber auch Mühe in der Musik gegeben hat.
Es muss ein 17. April (der Geburtstag von James Last) gewesen sein, als ich eine Dreiviertel Stunde mit dem Rad von Grassau nach Unterwössen fuhr, um in der Liturgie zu ministrieren. Und, dem Anlass des Tages eigentlich nicht angemessen, hatte ich im Walkman Käpt’n James auf allen Meeren. An diesem Karfreitag, auf einem Fahrrad im Oberbayerischen ist mir die Spannbreite seiner Arrangements, seiner Musik bewusst geworden. Ein befreundeter Bandleader hat mir in der Zeit erklärt, dass James Last sehr einfach arrangierte. Dreistimmig. Nun gut, ein paar Zugaben hatte er in seinen Stücken schon. Harmonien, Hall, Happy-Sound.

Schon als junger Bub mit 13 oder 14 Jahren stand ich morgens gegen 5.30 Uhr auf. Der Grund: Radio Luxemburg begann auf UKW mit dem Tagesprogramm. Fester Bestandteil war: Happy Luxemburg. Es war die Stationshymne, DAS Indikativ:

Happy Luxemburg

Ich war radionarrisch.
Ich war musiknarrisch.

Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft

Den Film zu dieser Musik habe ich nie gesehen, bin aber ungeachtet dessen oft zu „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“ eingeschlafen:
(Video ist bei YT nicht mehr abrufbar – wegen der Urheberrechte.)

Ich spielte vier Jahre in einer Kapelle, die neben Ernst Mosch und der böhmischen Musik auch BigBand-Musik pflegte. Und die Bass-, wie auch die Solo-Posaune habe ich mit Hingabe geübt, um sie auch nur annähernd so hinzubekommen, wie sie sich James Last vielleicht gewünscht hätte.

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Und:
Es gibt noch ein Stück, dass mich unglaublich inspiriert hat.
The Battle Of Bilbao.
Schließen Sie jetzt einfach die Augen und versuchen Sie sich vorzustellen, was auf einem Schlachtfeld passiert.

Vielleicht versuche ich wegen James Last auch immer Slideshows. Ich weiß es nicht. Wenn ich heute wieder Battle Of Bilbao höre, bekomme ich eine Ahnung davon.

Danke, James Last, für alles.
Meine Musikwelt wäre ohne Dich viel ärmer.
Mach’s gut, Hans.
Und spiele mit der Riege an Freunden, die ich des Alters wegen verlor, Ernst Mosch, Fred Bertelmann, Stefan von Baranski, so vielen Ungezählten. Spiele. Und wenn ich irgendwann selber mal erscheine, dann bring mir bei, wie man eine James-Last-Posaune spielt. :)

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