Steck‘ Bayern in die Hosentasche – die BR24-App

Nun geht die BR24-App also von der Beta-Phase ins das Tagesgeschäft. Vor einigen Monaten ohne Werbung auf den Markt geworfen, ist sie aus der Erprobungsphase herausgetreten, also erwachsen geworden. Rund 10.000 Mal wurde sie bislang herunter geladen, 1.000 User gaben ihr Feedback ab. Thomas Hinrichs, der Informationsdirektor des Bayerischen Rundfunks, sprach davon, dass gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Auftrag habe, alle Altersgruppen zu erreichen. Allerdings: „Die Jüngeren lassen sich nicht verpflichten, um 18.45 Uhr die Rundschau zu gucken“, so Hinrichs.

Mustafa Isik, Christian Daubner, Thomas Hinrichs und Wolfgang Vichtl stellten die BR24-App im Funkhaus vor
Mustafa Isik, Christian Daubner, Thomas Hinrichs und Wolfgang Vichtl stellten die BR24-App im Funkhaus vor

Insofern müsse man beim BR neue Wege gehen. Dazu kommt der im Haus schon länger angedachten und umzusetzende Prozess hin zur Trimedialität. Jede Redaktion soll dabei Fernsehen, Hörfunk und Internet gleichermaßen beliefern.
Dabei ist, so Hinrichs, BR24 nicht nur eine App, sondern eine Marke. Das, was draußen in Freimann lange die Webaktualität war, hat nun einen Namen, ein Erscheinungsbild und damit ein Gesicht. Die Strukturen haben sich geändert, das ganze Haus wird erfasst, alles soll dem neuen Format zuarbeiten. Das bedingt auch eine Vereinheitlichung der Redaktionssysteme und – eine Kultur des Teilens. Aber, so wird man nicht müde zu betonen, es wird kein zusätzlicher Personalbedarf entstehen.

Gudrun Ried ist stellvertretende Redaktionsleiterin von BR24.
Gudrun Ried ist stellvertretende Redaktionsleiterin von BR24.

Gudrun Riedl erläutert im Gespräch, was sich durch die App in den Redaktionen so ändert.


Riedl sieht Vorteile, die Fachredaktionen werden besser eingebunden, das kleine Team in Freimann könnte es auch nicht alleine bewältigen:


Beim BR sehen sie in der App keine Konkurrenz zu den Printmedien, mit der Tagesschau-App wollen sie sich nicht vergleichen lassen. Und: Allzu lokal könnten sie beim Funk auch nicht werden: „Wir gehen jedem Verdacht aus dem weg, presseähnlich zu sein.“
Der BR, so berichtet Christian Daubner, habe die App selbst entwickelt: „Wenn man sich überlegt, dass wir als BR die Sendemasten selber betreiben, ist Softwareentwicklung Kernkompetenz eines öffentlich-rechtlichen Senders.“ Der technische Kopf hinter der App, Mustafa Isik, erklärt: „Innovation kann man nicht einfach ‚in Auftrag geben‘.“ Isik ist Leiter der Abteilung Softwareentwicklung und Plattformen im BR. „Da braucht es Leidenschaft, Ehrgeiz, eigenen Antrieb. Den hatten wir bei BR24. Dank großer Motivation und Teamgeist ist es uns gelungen, die neue App innerhalb weniger Monate an den Start zu bringen.“

Chef von BR24 ist Wolfgang Vichtl. Er ist eine der großen, vertrauten Stimmen aus der politischen Berichterstattung. Für ihn hatte schon die Herangehensweise an das neue Projekt Modellcharakter:


Und er freut sich, dass immer mehr Kollegen im Bayerischen Rundfunk die App akzeptieren und mit ihr arbeiten wollen:


Die Links zum Download der BR24-App finden sich hier.

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