Podcasts hören und managen – nicht nur für Nerds ;)

Wer mir auf Twitter folgt, weiß, dass ich gerne und viele Podcast höre, dazu jede Menge Radiosendungen. Und oft bin ich nicht zu Hause. Wie das also über drei Rechner und ein Mobile managen? In diesem Blogpost zeige ich meinen Weg auf, der sicher nicht jedermanns Sache ist.

Der technische Weg ist sicher nicht der perfekte und muss von Einzelfall zu Einzelfall angepasst werden.

gPodder - ein Linux-Podcatcher mit grafischer Oberfläche. Die grau dargestellten Files habe ich schon umkopiert, sie sind im Verzeichnis nicht mehr vorhanden.
gPodder – ein Linux-Podcatcher mit grafischer Oberfläche. Die grau dargestellten Files habe ich schon umkopiert, sie sind im Verzeichnis nicht mehr vorhanden.

Vorgeschichte

Mit iTunes in Sachen Podcast wurde ich vor Jahresfrist mehr und mehr unzufrieden. Das Löschen gehörter Podcasts, das automatisierte Abgleichen und Verwalten von Wiedergabelisten ist mit den Versionen für mich immer schwerer und unpraktikabler geworden. Downcast als Alternative auf dem heimischen MacBook war ein weiterer Versuch, aber auch nicht das Gelbe vom Ei. Ständig war mein MacBook am Anschlag, der Lüfter lief permanent. Seit „El Capitain“ hängte sich Downcast dann regelmäßig auf. Mit dem Markieren von gespielten Dateien tat er sich auch schwer. Ich habe mehrere Wochen einen bestimmten monatlichen Podcast vielfach am Tag als gehört markieren dürfen und hatte wenig Erfolg. Beim nächsten Download kam er zuverlässig wieder in meine Playlist.

Wie synchronisiere ich meine Podcasts über vier Geräte?

Dazu kommt, dass ich als „Freier“ viel unterwegs bin und gerne die Anfahrt oder Zeit zwischen zwei Terminen nutze, einen Podcast zu hören.
An dieser Stelle kommt mein Linuxrechner ins Spiel. Er ist ständig am Netz, also geradezu prädestiniert, Podcasts zu holen und zu verwalten.

Mit der Vorhörfunktion (Leertaste) können die AudioFiles gehört werden. Der Nachteil: Wenn man über die Funktion schnell was anderes anhören oder -schauen will, muss man das File wieder starten. Im Bild hier die Mac-Variante.
Mit der Vorhörfunktion (Leertaste) können die AudioFiles gehört werden. Der Nachteil: Wenn man über die Funktion schnell was anderes anhören oder -schauen will, muss man das File wieder starten. Im Bild hier die Mac-Variante.

Mein erster Versuch fand mit gPodder statt. Um es kurz zu machen: Ein Programm mit GUI konnte nur der Zwischenschritt sein. Aber es zeigte mir den Weg auf. Hier zog ich mir die Podcasts, im Hintergrund kopierte dann cron die Files in mein Cloud-Austauschverzeichnis, entfernte alle Umlaute und Sonderzeichen und lud die Audios in die Cloud, von wo sie jeder Rechner runterziehen kann.

Als Cloud nutze ich übrigens HiDrive, die Synchronisation läuft über rsync. (Vorsicht: Nicht ohne Vorsicht zu gebrauchen!)
So richtig zufrieden war ich nicht – immerhin brauche ich kein GUI (Grafische Oberfläche), wenn es nur um das Holen und Synchronisieren von Podcasts geht. Mit etwas Suchen fand ich podget.

Installiert wird dieses Konsolenprogramm recht einfach:
$ sudo apt-get install podget

Ich habe die Konfigurationsdatei, die beim ersten Aufruf des Programms erzeugt wird, so übernommen. Passt einfach. Was ich änderte: Den Ort, an dem podget die Dateien speichern soll. podget kümmert sich selber darum, die Umlaute zu ändern und notiert in einem Logfile, welche Dateien schon geladen wurden.

Kleiner Hinweis: podget wird in dieser Konfiguration erst mal alle Files runterladen, die vorhanden sind. Ein Flat ist empfehlenswert.

Import der Feeds

Was nun noch zu machen ist: Aus dem bisherigen Podcatcher die Adressen importieren. Ich habe das so gelöst: Aus Downcast die Adressen als .opml gespeichert und in die Datei serverlist im Verzeichnis .podget auf dem Linuxrechner eingefügt. In diesem Verzeichnis findet sich auch die Konfigurationsdatei für podget.

Hier sieht man, was podget heruntergeladen hat.
Hier sieht man, was podget heruntergeladen hat.

Wenn man nun in der Linux-Konsole podget aufruft, dann dackelt das Programm los und holt alle (neuen) Podcasts.

Und weil ich das nicht jedes Mal eintippen will und es liebe, dass im Hintergrund meine Podcasts aktualisiert werden, habe ich meinem cron gesagt, wann er nach neuen Podcasts schauen soll:

$podget –serverlist /home/hrb/.podget/serverlist && rm -f /home/hrb/Austausch/Podcast/New* && cd /home/hrb/Austausch/Podcast/ && rsync -ahPvzu –delete-after –exclude=‘.*‘ –exclude=’*.mp4′ /home/hrb/Austausch/Podcast/ xxxx@rsync.hidrive.strato.com://users/xxxx/Austausch/Podcast

Zur Erklärung: podget schaut in der serverlist nach, wo er zu schauen hat. Gespeichert wird im dafür vorgesehenen Verzeichnis. rsync (das ist aber eine andere Geschichte!) lädt die Files in meine Cloud hoch und löscht danach, was ich schon gehört habe und zum Löschen freigegeben habe.

podget holt die neuen Podcasts und gleicht ab, was schon geholt wurde. (Kleiner Vorteil: Der eine oder andere Podcast lässt sich wiederholen, wenn man das File aus dem Logfile rausnimmt. ;) )
podget holt die neuen Podcasts und gleicht ab, was schon geholt wurde. (Kleiner Vorteil: Der eine oder andere Podcast lässt sich wiederholen, wenn man das File aus dem Logfile rausnimmt. ;) )

Wer Fragen oder Anmerkungen hat – immer her damit. :)
Ansonsten: Viel Spaß beim Basteln. Jedes Linuxsystem ist anders und man wächst an seinen Aufgaben. Aber missen will es dann keiner mehr. :)

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2 thoughts on “Podcasts hören und managen – nicht nur für Nerds ;)

    1. gPodder ist vielleicht weniger wichtig – eher podget. Aber vielleicht gibt es da ja auch was ähnliches. Danke jedenfalls für den Kommentar, das Lob und den Hinweis. :)

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