Alles Baustelle, nur die Musik nicht – Das Konzertprogramm des BRSO

Einen besseren Ort für die Pressekonferenz zum Jahresprogramm 16/17 hätte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks nicht finden können: Mitten in der Baustelle des Werksviertels, wo dereinst der neue Konzertsaal stehen soll. Eine klare Entscheidung zu einem Musikgebäude im Osten der Stadt, der Versuch, Ruhe in die Diskussion zu bringen und – eine Metaebene für ein Orchester als Ort, an dem immer wieder Neues entsteht.

Pressekonferenz des Symphonieorchesters mitten in der Baustelle. Foto: Peter Meisel, BR
Pressekonferenz des Symphonieorchesters mitten in der Baustelle. Foto: Peter Meisel, BR

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gehört zu München – und dennoch wird es seinen Ruhm auch weiter in die Welt hinaustragen. Chefdirigent Mariss Jansons oblag es, die Auslandsspiele zu nennen:


Daneben gastiert das Orchester auch in London; Frankfurt und Berlin sind weitere Spielorte in Deutschland. In der kommenden Saison werden zwei Artists in residence mehrmals präsent sein: der Pianist Rudolf Buchbinder, der im kommenden Dezember seinen 70. Geburtstag feiern wird, und der britische Tenor Mark Padmore. Aber auch die bayerischen Freunde des BRSO dürfen sich freuen:

 

Auch die berühmte Campbell-Tomatensuppendose gibt es auf der Website des BRSO zu entdecken.
Auch die berühmte Campbell-Tomatensuppendose gibt es auf der Website des BRSO zu entdecken. Zeichnung: BR

Natürlich steht auch Bad Kissingen wieder fest im Konzertkalender.
Mariss Jansons wird im Rahmen der musica viva ein großes chorsymphonisches Werk von Wolfgang Rihm mit dem Titel „Ein Requiem“ zur Uraufführung bringen. In den Programmen des Chefdirigenten finden sich außerdem unter anderem Strauss‘ „Alpensinfonie“, Mahlers Symphonie Nr. 9, die„Symphonischen Tänze“ von Sergej Rachmaninow und Mozarts „Requiem“. Jansons wird in der kommenden Saison auch elf statt zehn Wochen in München sein. Er hat mehr Zeit, weil er das Engagement beim Concertgebouw-Orchester in Amsterdam aufgegeben hat.
„Ein Überlebender in Warschau“ von Arnold Schönberg wird übrigens nicht in Augsburg gespielt. Ansonsten ist es Devise von Jansons, auf Tourneen weniger zu experimentieren, aber doch immer Neues zu spielen.
Einen größeren Zyklus spielt Zubin Mehta mit dem Symphonieorchester. Dabei führt der Weg auch nach Rosenheim, wie Orchestermanager Nikolaus Pont erzählt:


Herbert Blomstedt wird Orchester und Chor bei der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach dirigieren, Daniel Harding leitet „Falstaff“, im März gibt es ein Familienkonzert mit Cristian Mačelaru. Die Riege der Gastdirigenten ist ein vergnügliches Name-Dropping für Orchestermanager Nikolaus Pont:


Weitere Gastdirigenten am Pult des Symphonieorchesters sind Jiří Bělohlávek, Gustavo Dudamel, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Kent Nagano, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin und Franz Welser-Möst.

Die Jugendarbeit beim Orchester ist ein wichtiger Punkt. Juliane Ludwig geht es um die aktive Teilnahme, die Jugendlichen besuchen eine Probe, sprechen mit den Profis, können sich vom Musikvirus anstecken lassen und sollen so selber Vermittler werden:


Und auch personell kann das Orchester Neuzugänge verkünden. Orchestervorstand Norbert Dausacker:


In der Saison 2016/2017 spielt das BRSO insgesamt 44 Abonnementkonzerte, acht Sonderkonzerte, 29 Tourneekonzerte, fünf Konzerte bei der musica viva. Dazu kommen 12 Kammerkonzerte und 5 Konzerte des Kammerorchesters. Alle Termine, Aktivitäten, Dirigenten, Werke finden sich auf der neugestalteten Website des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.

Und der neue Konzertsaal? Holz oder nicht Holz war die Frage an Chefdirigent Mariss Jansons. Und der setze einen anderen – und damit auch den wichtigeren Schwerpunkt:

 

Norbert Dausacker (Orchestervorstand), Mariss Jansons( Chefdirigent) und Nikolaus Pont (Orchestermanager) präsentieren das neue Programm des Symphonieorchesters.
Norbert Dausacker (Orchestervorstand), Mariss Jansons( Chefdirigent) und Nikolaus Pont (Orchestermanager) präsentieren das neue Programm des Symphonieorchesters.

Auch der BR-Chor hat sein Programm für die kommende Saison schon vorgestellt.

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