Fremde in Franken – eine Ausstellung im Maximilianeum

Ausstellungen im Landtag sind immer etwas Besonderes. Und wenn sich, wie bei „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“, scheinbar halb Franken im Senatssaal des Maximilianeums einfinden, dann hat diese Migration einen tieferen Sinn: Den Kulturtransfer. Und so folgen sie einem althergebrachten Schema, mit dem die Franken ihrerseits Integration der Ankömmlinge pflegten, Kunst adaptierten und Migration gelingen ließen.

Im Kreuzgang befindet sich die Ausstellung „Fremde in Franken“.
Im Kreuzgang befindet sich die Ausstellung „Fremde in Franken“.

Alexandra Kluxen, die Bezirksheimatpflegerin Mittelfrankens, selbst Rheinländerin und migriert, veranschaulicht in ihrer Einführung, dass das Schema immer das selbe ist:

 

Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Rechnungshofpräsident Peter Küspert. (Foto: Bayerischer Landtag, Rolf Poss)
Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Rechnungshofpräsident Peter Küspert. (Foto: Bayerischer Landtag, Rolf Poss)

Landtagspräsidentin Barbara Stamm berichtete eingangs launig von den Strömen an Menschen, die von Franken nach München gefunden hätten. Oder aber finden wollten, denn die verkehrssituation mit Baustellen und Unfällen hatte zur Folge, dass einige Herrschaften verspätet oder extrem knapp eintrafen. Stamm zitierte Goethe:


Ausgerechnet ein Staatsminister, der von Berufs wegen viel mit Migration zu tun hat, hatte angeregt, die Ausstellung in den Landtag zu bringen. Joachim Herrmann, der Innen- und Bauminister:


Der Teil der Ausstellung, der sich mit Franken und den Fremden beschäftigt, geht dabei weit über das tagespolitische Geschäft hinaus. Eine Vorlage, die sich Herrmann nicht nehmen lässt. Er kann Werbung für migrations- und integrationspolitische Standpunkte der Staatsregierung machen. Und keiner konnte widersprechen:

 

Richard Bartsch, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken.
Richard Bartsch, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken.

Die Ausstellung, so Bezirkspräsident Richard Bartsch, führte auch dazu, dass die Ergebnisse wissenschaftlich evauiert und als Buch verarbeitet wurden:


Der zweite Teil der Ausstellung findet sich im Erdgeschoss des Maximilianeums. Bildende Kunst, konkret bis abstrakt, wie Norbert Mager vom Künstlerbund Schwabach betonte. Dieser stellte „kunstvereint“ zusammen:

 

Einblick in „kunstvereint“ - im Erdgeschoss des Maximilianeums
Einblick in „kunstvereint“ – im Erdgeschoss des Maximilianeums

Die Ausstellungen sind bis zum 22. Juli im Maximilianeum zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr, Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr sowie sonntags im Rahmen der zum Sonntagscafe angebotenen Hausführungen um 13 und 15 Uhr. Weitere Informationen auch auf der Website des Landtags.

Der Landtag, so Barbara Stamm, ist einerseits hocherfreut über das kulturelle geschehen in den Bezirken, …

 

Schmitts Katze umrahmte die Eröffnung mit Klezmer-Musik
Schmitts Katze umrahmte die Eröffnung mit Klezmer-Musik (für ein Hörbeispiel das Bild anklicken)

 

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