Ein Hauch von Wehmut weht über Einhalden

13 Jahre lang war der Bauernhof von Einhalden Kulisse, Durchführungsort, Namensgeber und Lebensraum für das Einhaldenfestival. Was aus einer Idee im Freundeskries entstand, wuchs und gedieh. Rund um Bauer Bernhard Rauch sammelten sich Freunde und halfen mit, ein Festival mit vielen kleinen Besonderheiten auf die Beine zu stellen. Im kommenden Jahr ist Geratsreute, gut zehn Kilometer Luftlinie entfernt, der Spielort.

Veit Hübner, Anton und Bernhard Rauch begrüßen die Gäste zum Abend mit Mathias Kellner und Martina Schwarzmann.
Veit Hübner, Anton und Bernhard Rauch begrüßen die Gäste zum Abend mit Mathias Kellner und Martina Schwarzmann.

Das Einhaldenfestival lebt von vielen Faktoren. Seien es die künstlerischen Acts, die Kulisse eines Bauernhofes, der bis in den 30jährigen Krieg zurückverfolgbar ist oder die vielen Helfer, die vor, während und nach dem Festival dafür sorgen, dass der Betrieb reibungslos läuft. Nicht zuletzt ist aber auch das Publikum entscheidend. Wenn das nicht käme, könnte Einhalden nicht stattfinden. Anton Rauch, der Vorsitzende des Kulturvereins, formulierte es so:

„Ich kann Sie nur beglückwünschen, dass Sie heute bei uns sind an diesem lauen Sommerabend. Einhalden im Abendsonnenschein ist viel besser als das Fernsehprogramm, wo eh nichts Rechtes kommt oder nur etwas, das wir nicht sehen wollen.“

Er ermunterte die Besucher, Mitglied im Verein zu werden und hofft darauf, dass der Umzug nach Geratsreute gut gelingt.

„Geratsreute ist keine zehn Kilometer Luftlinie entfernt, aber es ist doch ein großer Schritt übers Rotachtal hinüber. Ich hoffe, dass den möglichst viele mitgehen werden.“

 

Ohne Sponsoren wäre das Einhaldenfestival nicht durchführbar.
Ohne Sponsoren wäre das Einhaldenfestival nicht durchführbar.

Bernhard Rauch, der Bauer von Einhalden, erinnerte daran, dass das Festival ohne die Zahlreichen Helfer nicht durchführbar wäre.

„Dieses Festival ist jetzt zum dreizehnten Mal hier. Egal, ob beim Aufbau oder beim Aufbau, es wäre nicht möglich ohne Euch.“


Er sieht frohgemut in die Zukunft des Einhaldenfestivals. Der neue Platz ist ausgezeichnet, schon jetzt sind die Verträge in trockenen Tüchern. Der zukünftige Gastgeber ist schon jetzt im Helferteam aktiv, damit wird die Kontinuität wohl auch weiter gewährt bleiben, hofft Bernhard Rauch.

Über dem Festivalgelände wird ein Fallschirm aufgespannt.
Über dem Festivalgelände wird ein Fallschirm aufgespannt.

Heute abend tritt Malia auf, unterstützt von Berta Epple, einer Formation um Veit Hübner, der auch für das künstlerische Gesamtprogramm verantwortlich zeichnet.

Malia beim Soundcheck.
Malia beim Soundcheck.

Malia konnte sich 2013 als „Internationale Sängerin des Jahres“ in die Gewinnerliste des ECHO Jazz Award eintragen. Zuletzt überraschte sie mit der Produktion „Convergence“, in der sich ihre organisch-soulige Stimme auf Samtpfoten der Electro-Szene nähert. In Einhalden wird die Sängerin mit südostafrikanischen und britischen Wurzeln ausgewählte Lieblingsstücke zum Besten geben. Und wer wäre besser geeignet, ihr warmes Timbre durch den Sommerabend zu tragen, als das Tales in Tones Trio (Ralf Schmid, Torsten Krill und Veit Hübner), das sich mühelos und mit liebevollem Feingefühl auf jede Regung einlässt? So fragt keck das Programmheft. Hier ein Ausschnitt aus dem Soundcheck:


Vorgruppe ist Berta Epple. Schon bald 30 Jahre bereisen Bobbi Fischer, Gregor und Veit Hübner gemeinsam die Bühnen von Deutschland und der Welt. Für ihre 2012 gegründete Formation „Berta Epple“ haben die drei Vollblutmusiker einen originellen, ganz eigenen Sound entwickelt. Er wird geprägt von spannenden dreistimmigen Gesangsarran- gements und vom virtuosen Spiel der Bandmitglieder. Die Würze des Programms ist der ihnen eigene, sprachliche Witz, mit dem sie Alltagsbeobachtungen liebevoll und treffsicher einfangen. Dabei geht es um Orientierung und Identität in einer globalisierten Welt, um die Einsamkeit des Einzelnen im World-Wide-Web der virtuellen Beziehungen, um die Frage nach „Heimat“. – Wo komme ich her und wo will ich hin? An diesem Samstagabend auf jeden Fall nach Einhalden! Vielen bestens bekannt aus den Zeiten der Kult-Band „Tango Five“ laufen Gregor, Veit und Bobbi hier einmal mehr zur Höchstform auf und freuen sich auf die musikalische Begegnung mit der Sängerin und Pianistin Fee Hübner.

Der Fallschirm soll, so Anton Rauch, das große Finale beschirmen.
Der Fallschirm soll, so Anton Rauch, das große Finale beschirmen.

Die Frage nach der Heimat des Einhaldenfestivals, die Berta Epple zusammen mit Fee musikalisch erörtern werden, ist auf der technischen Seite mit dem neuen Spielort gelöst. Bleibt zu hoffen, dass das Gefühl und der „Spirit“ auch mitziehen werden.

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