„Permanentes Wachstum kann es nicht geben“ – Heiner Müller auf #Einhaldenfestival

Heiner Müller – den eingefleischten Bayern2-Hörern ist er noch in Erinnerung als Moderator der Bayernchronik. Vielen unbekannt ist dagegen Müllers politisches und ökologisches Engagement. Der gebürtige Franke lebt seit Jahrzehnten in Dorfen, ist in der SPD engagiert und hat sich, wie viele, gegen den Bau der Autobahn durchs Isental gestemmt. Auf dem Einhaldenfestival plädierte er in der Scheunenrunde dafür, dass sich Ökologen in die Ökonomie einmischen müssen.

Heiner Müller - engagiert im Vortrag für mehr Ökologie in der Ökonomie.
Heiner Müller – engagiert im Vortrag für mehr Ökologie in der Ökonomie.

„Kein Baum wächst in den Himmel“, sagt Heiner Müller, unbegrenztes Wachstum kann es nicht geben. Das besagen auch die Gossenschen Gesetze. Wikipedia vermerkt dazu:

„Als Gossensche Gesetze bezeichnet man zwei volkswirtschaftliche Regeln, die auf der Annahme basieren, dass individuelle Präferenzen in Form von Nutzen quantifizierbar sind. Demnach kann dem Grad der Bedürfnisbefriedigung eines Individuums ein Wert zugewiesen werden, der in Nutzeneinheiten berechnet und ggfs. mit verschiedenen Nutzeneinheiten verrechnet werden kann. Die Regeln sind von dem deutschen Volkswirt Hermann Heinrich Gossen (1810–1858) 1854 in seinem Werk „Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln“ aufgestellt worden, waren lange unbeachtet und wurden erst später als Gossensche Gesetze oder „Gesetzmäßigkeiten der Bedürfnisbefriedigung“ bezeichnet.“

A Broudworschd, zwa Broudwärschd, …

Klingt schwer verständlich? Heiner Müller erklärt das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen anhand von Bratwürsten.

Bruttoinlandsprodukt und andere Faktoren

Und dadurch wird recht schnell deutlich, was Müller meint. Im Umkehrschluss werden seiner Meinung nach falsche Anreize gegeben, um das Bruttoinlandsprodukt zu stärken. Das BIP alleine hält Müller nicht für aussagekräftig genug:


Heiner Müller plädiert dafür, zumindest den Versuch zu wagen, auch andere Daten und Faktoren wie Bildung oder Gesundheit in die Berechnung eines „alternativen“ BIP hereinzunehmen. Letztlich müsse auch die Ökologie besser an den Stellschrauben der Wirtschaftspolitik anpacken können. Das wäre ein umfassenderer oder ganzheitlicherer Ansatz, so Müller.

Wer aus der Partei austritt, stärkt die Wichtigtuer

Und noch eins erschien Heiner Müller wichtig beim Einhaldenfestival: Die Zuhörer aufzufordern, sich in die Politik einzubringen. „Je mehr Leute ihr Hirnschmalz einsetzen, um Lösungen für Probleme der Zukunft zu finden, umso besser wird die Politik“, sagt Müller:


Mehr über das Einhaldenfestival hier im Blog.

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