Die Bahn frischt die Münchner Bahnhöfe auf

Für viele Reisende sind Bahnhöfe die Visitenkarte einer Stadt. Es ist kein Geheimnis, dass es um viele Anlagen, ob groß oder klein, nicht zum Besten bestellt ist. Die Deutsche Bahn hat deswegen das „Programm Zukunft“ gestartet. In München werden Reisende schon in nächsten Wochen erste Verbesserungen spüren. Langfristig investiert die Bahn an den Bahnhöfen in und um die Landeshauptstadt 48 Millionen Euro.

Heiko Hamann präsentiert die Zielanzeiger am Münchner Hauptbahnhof: Sie zeigen jetzt auch die zwei Folgezüge an.
Heiko Hamann präsentiert die Zielanzeiger am Münchner Hauptbahnhof: Sie zeigen jetzt auch die zwei Folgezüge an.

Uhren, Fahrtreppen, Aufzüge melden selbständig den Ausfall

Heiko Hamann ist Bahnhofsmanager in München und damit verantwortlich für 150 Bahnhöfe. Ein großer Teil der 48 Millionen Euro geht auch in die (bestehende) S-Bahn-Stammstrecke. Vordringlich will Hamann den nicht funktionierenden 500 Uhren, 104 Aufzügen und 94 Fahrtreppen zu Leibe rücken. Diese werden elektronisch so aufgerüstet, dass sie selbständig melden, wenn sie außer Funktion sind. Erste Verbesserungen verspricht er in kürzester Zeit:

Grundreinigung, Chaos beseitigen, neue Anstriche

Daneben soll das Schilder-, Vitrinen-, Aufsteller- und Anzeigerchaos auf den Bahnsteigen beseitigt werden. Schon seit einiger Zeit werden die Tunnelbahnhöfe der Stammstrecke gereinigt. Grundgereinigt. Bahnhofsmanager Hamann sieht das als Grundvoraussetzung für die Zukunft: Regelmäßiger werden solche Reinigungen durchgeführt. Neue Anstriche, verbesserte Absperrungen am Ende des Bahnsteigs und freundlichere, besser auffindbare Toiletten sollen vor allem auch den Hauptbahnhof, Pasing und den Ostbahnhof aufwerten:

Reinigung der Station Isartor – vorher - nachher (Bild: DB/Bernd Honerkamp)
Reinigung der Station Isartor – vorher – nachher (Bild: DB/Bernd Honerkamp)

Pünktlichkeit schon bei der Abfahrt

Die häufigen Verspätungen der Bahn sind zum Teil den Abläufen in den Bahnhöfen geschuldet. Schon seit Januar untersuchen deswegen „Knotenkoordinatoren“, wo Mängel im Bahnhofs-System Verspätungen produzieren, von der Bereitstellung bis hin zur Abfertigung:

Neue Wartebereiche

Die Wartebereiche sollen laut Hamann auch erneuert werden. Der Wartesaal zweiter Klasse wird modernisiert, dazu soll es in einer Erprobungsphase einen Warteraum-Showroom geben. Grünpflanzen, innovative Gastronomie, eine Spiel- und Malecke werden in der Haupthalle errichtet. Per Knopfdruck sollen die Kunden abstimmen können, welches Konzept ihnen am besten gefällt.

 

Heiko Hamann bei der Präsentation des 48-Millionen-Programms.
Heiko Hamann bei der Präsentation des 48-Millionen-Programms.

Speziell für den Münchner Hauptbahnhof verspricht Heiko Hamann einen Umbau des Zugangs Bayerstraße und eine bessere Wegleitung zu den Flügelbahnhöfen. Die Fenster in den Zugangsbereichen Nord und Süd werden erneuert. Die Bahn lässt sich alleine die Verbesserungen im Hauptbahnhof vier Millionen Euro kosten – unabhängig davon, wann und ob der neue Hauptbahnhof gebaut wird. Die S-Bahn-Stationen Flughafen und Ismaning werden ebenfalls vom Programm der Bahn profitieren.

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