„Unmoralische Handlung“ und Ungewissheit – #DoReMi

Die bloggenden Kollegen, die mehr als (Stock-)Bild und Text machen, wissen, was es heißt, von der Ungewissheit eines Beitrages zu sprechen. Ich meine damit die Form – und nicht, ob der Beitrag überhaupt das Licht der Welt erblickt. Insofern blicke ich gespannt auf den morgigen Donnerstag in Stuttgart – Erstes Konzert des SWR Symphonieorchesters.

Erster optischer Eindruck eines rotals, großer Schritt nach vorn: Das neue (fusionierte) Symphonieorchester des SWR spielt sein erstes Konzert in der Liederhalle Stuttgart.
Erster optischer Eindruck eines Portals, großer Schritt nach vorn: Das neue (fusionierte) Symphonieorchester des SWR spielt sein erstes Konzert in der Liederhalle Stuttgart. (Screenshot: swr-classic.de)

Da tut sich was im Südwesten. Nachdem der BR ja schon mit BR-KLASSIK ein Portal für klassische Musik geschaffen hat, legt der SWR noch eins drauf: SWR-Classic wird die Zentrale des Südwestrundfunks für klassische Musik. Hier werden Konzerte gestreamt, Probeneinblicke gegeben und Hintergründe zu den SWR-Klangkörpern und -Spielstätten geboten.
Und gleich morgen (22.9.) spielt das SWR Symphonieorchester sein erstes Konzert. In Stuttgart werden Kaija Saariaho (Cinq Reflets aus: L’amour de loin), Gustav Mahler (Adagio aus der Sinfonie Nr. 10), Péter Eötvös (DoReMi, Violinkonzert Nr. 2) und Béla Bartók (Der Wunderbare Mandarin) aufgeführt. Die Besetzung liest sich hervorragend, das Programmheft als pdf gibt es hier, es dirigiert Péter Eötvös.

Und der SWR hat einen meiner Meinung nach geschickten Zug auf dem musikalisch-strategischen Schachbrett gemacht: Es gibt ein Tweetup, hier ein Beispiel aus der Oper Stuttgart. Für Donnerstagabend heißt das: Das Konzert, das Drumherum, die Atmosphäre wird in Twitter (und vielleicht auch in anderen Sozialen Netzwerken) geteilt. Dazu wird live gebloggt, unter anderem auch vom einen oder anderen Musiker, der den Platz im Orchester gegen den am Rechner austauscht.
Ich werde auch einen Bericht fertigen, und damit sind wir bei der Überschrift: Die Ungewissheit. Zumindest mir geht es vor Terminen und Aufführungen so, dass ich nicht weiß, wie der Beitrag am Ende aussieht. Wieviel Multimedia kann ich umsetzen, was wird dem Ereignis gerecht? Nicht immer passt jede Form zu jedem Ereignis. Mittlerweile habe ich das aber schätzen gelernt, es ist ein Teil der Kreativität. die man auch als Geschichtenerzähler hat. Oder haben sollte. Zumindest aber braucht.
Was draus wird? Wie der Abend verläuft? Lesen Sie mit. Auf Twitter: #DoReMi, auf der Website zum Stream und Live-Blog, in der Liederhalle. Ihr habt die Chance auf eine unmoralische Handlung. Das war nämlich die Begründung von Konrad Adenauer, der damals noch Oberbürgermeister von Köln war, dass er die Uraufführung des Wunderbaren Mandarin verbieten liess.

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