„Ein bissel was geht immer“ – Ein Abend Helmut Dietl im BR-Fernsehen

Helmut Dietl war einer der wichtigsten deutschen Filmemacher: „Münchner Geschichten“, „Monaco Franze“, „Kir Royal“, „Schtonk!“ oder „Rossini“ – seine Fernseh-Serien und Kinofilme kennt fast jeder. Das BR Fernsehen zeigt im Rahmen eines Helmut-Dietl-Abends am 22. Oktober 2016 ab 20.15 Uhr eine Auswahl seiner besten Arbeiten. Ein Höhepunkt um 22.20 Uhr ist eine neue Dokumentation mit dem letzten TV-Interview des 2015 verstorbenen Regisseurs, Autors und Produzenten. Darin blickt Helmut Dietl ein letztes Mal vor einer Kamera zurück auf sein Leben.

„Wer etwas über mein Leben wissen will, der soll sich meine Filme und Serien anschauen. Ich hab’ eh immer über mich erzählt.“ Regisseur, Autor und Produzent Helmut Dietl. Bild: BR
„Wer etwas über mein Leben wissen will, der soll sich meine Filme und Serien anschauen. Ich hab’ eh immer über mich erzählt.“ Regisseur, Autor und Produzent Helmut Dietl. Bild: BR

Zwei Sätze aus dem Film waren für mich entscheidend: Helmut Dietl sagte: „Man schreibt immer über sich selbst.“ und der Off-Sprecher des Films erwähnt beim Gleiten der Kamera aus Schwabing über das abendliche München zum Horizont: „Man kann weit von dort (Schwabing, d.A.) sehen, die ganze Welt.“ … Da hatte ich doch was von Weite in der Ausstellung geschrieben.

Der große Helmut-Dietl-Abend im Überblick:

Samstag, 22. Oktober, 20.15 Uhr
„Schtonk!“
Helmut Dietls großer Kino-Erfolg: Seine Version des Skandals um die Hitlertagebücher ist eine der besten Medien- und Gesellschaftssatiren überhaupt und brachte Helmut Dietl eine Oscar-Nominierung ein.

Samstag, 22. Oktober, 22.20 Uhr
„Schwermut und Leichtigkeit. Dietls Reise“
Dokumentation 2016, Regie: Lars Friedrich
Ein persönliches Porträt des großen Filmemachers und Dialogkünstlers Helmut Dietl. Im Juni 2014, wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag, gab er dem Fernsehautor Lars Friedrich ein letztes langes Fernsehinterview. Dieses Gespräch war Rückblick, Bilanz und Vermächtnis. Dietl erzählt darin von seiner Kindheit, seinen Sehnsüchten und dem Scheitern. Er tut dies, gezeichnet von seiner Krankheit, mit großer Offenheit – melancholisch, ehrlich, selbstironisch. Außerdem zu Wort kommen u.a. sein Jugendfreund Herbert, seine Witwe Tamara und Produzent Günter Rohrbach, mit dem Dietl eine enge Freundschaft verband.

Samstag, 22. Oktober, 23.05 Uhr
„Monaco Franze – Der ewige Stenz“, Folge 8: „Macht´s nur so weiter“
Helmut Dietls Kultserie schlechthin ist eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt München, an ihr einmaliges Lebensgefühl – und an die Frauen.

Samstag, 22. Oktober, 23.50 Uhr
„Kir Royal“, Folge 5: „Königliche Hoheit“
Helmut Dietls letzte Fernsehserie und Franz Xaver Kroetz‘ beste Fernsehrolle: Dietl blickt auf die Münchner Schickeria – fasziniert und abgestoßen zugleich: Wer drin ist, ist drin!

Samstag, 23. Oktober, 0.50 Uhr
„Münchner Geschichten“, Folge 1: „Dreiviertelreife“
Der „Tscharlie“, das war auch Helmut Dietl selbst. In seiner ersten Fernsehserie blickt er auf sich als junger Mann: ein wenig arbeitsscheu, mit großem Interesse am anderen Geschlecht, riesengroßen Träumen und wenig Plan.

Samstag, 23. Oktober, 1.40 Uhr
„Der ganz normale Wahnsinn“, 2. Kapitel
Dietls unbekannteste Serie: Hier spaltet sich der junge Dietl auf – in den neurotischen Journalisten Maximilian Glanz und den Playboy Lino; die erste Zusammenarbeit von Helmut Dietl und Helmut Fischer.

Vor dem Dietl-Abend im BR Fernsehen eröffnete am 13. Oktober 2016 die große Helmut Dietl-Ausstellung „Der ewige Stenz – Helmut Dietl und sein München“ im Münchner Literaturhaus. (mit Material vom BR)

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