Gesamtinteresse am Werksviertel durch Konzertsaal erhöht

Kleinteilig ist es, eine Baustelle mit vielen Baustellen mitten in der Stadt: Das Werksviertel. Es soll einmal Heimat werden für 3.000 Menschen, rund 12.000 Arbeitsplätze wird es hier geben. Schon jetzt arbeiten 5.000 Menschen auf dem 38 Hektar* großen Areal. Mittelpunkt des Areals soll der neue Konzertsaal werden. Anfangs nicht dort geplant ist er Motor, aber auch Behinderung, so Johannes Ernst in Interview.

Das Modell des Werksviertels. In der Mitte dunkel der Platz des Konzertsaals, die Blickrichtung ist auf den Ostbahnhof (am oberen Rand)
Das Modell des Werksviertels. In der Mitte dunkel der Platz des Konzertsaals, die Blickrichtung ist auf den Ostbahnhof (am oberen Rand)

Die Kleinteiligkeit biete große Chancen, meinte Johannes Ernst bei einer von der Stadt München organisierten Führung durch die spannendste Baustelle, die diese Stadt derzeit zu bieten habe. Wenn es nach dem Plan von Steidle Architekten geht, soll der Gentrifizierung ein Riegel vorgeschoben werden. Gerade das Einbeziehen des alten Werksbestandes von Pfanni und den anderen Firmen, die hier bis in die 90er Jahre produzierten, ermöglicht, dass man mit den neuen Bauten weniger an moderne Bauvorgaben gebunden sei: „Wir alle fahren im Urlaub gerne nach Italien und verbringen die Zeit in kleinen Gassen“ – Orte, wo man sich wohl fühlen könne.

Vom Werk3 hat man einen guten Überblick, auch hier über das angrenzende Optimol-Gelände
Vom Werk3 hat man einen guten Überblick, auch hier über das angrenzende Optimol-Gelände

Lieber der kleine Unternehmer als der Großkonzern, lieber der Mieter, der nicht so viel zahlen kann – so könnte man das Ziel von Johannes Ernst umreißen. Nach Industrienutzung durch Pfanni, Zündapp und andere kam das Partyareal, der Kunstpark Ost, dann die Kultfabrik und das Optimol-Gelände. Da erscheint eine Nutzung logisch, die städtebaulich sicher nicht Mainstream ist. Künstler haben sich hier angesiedelt, Startups. Geplant sind eine Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas. 30 Prozent geförderter Wohnbau, 30 Prozent Eigentum, 30 Prozent Mietbauten – das Münchner Modell. Und zwischendrin immer wieder alte Bauten. Die Nachtkantine wird bestehen bleiben, die Kletterhalle. Daneben ein Hostel und drüber ein Vier-Sterne-Long-Stay-Hotel. Arm und reich nicht getrennt, sondern in einem Quartier zusammen. Ein buntes Viertel, das reizvoll zu planen ist:

(7,2 MB/6 min)

2018 soll das Gelände soweit fertig sein, der Konzertsaal wird da noch nicht stehen – aber der könnte, wenn nicht zu viele Querschläger auftauchen und der Zeitplan inklusive Wettbewerb eingehalten wird, 2021 oder 22 stehen. Und ein Zentrum im Quartier mit grünem Zentrum werden. Eine bessere Erreichbarkeit für Besucher eingeschlossen.

Johannes Ernst, geschäftsführender Architekt bei Steidle Architekten, schwärmt vom Charme des Werksviertel
Johannes Ernst, geschäftsführender Architekt bei Steidle Architekten, schwärmt vom Charme des Werksviertels

*Das entspricht 0,0001478726 Saarland.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s