Intendant der Elbphilharmonie: „Es muss sexy sein!“

Lange wurde an ihr gebaut – in 55 Tagen gibt es das Eröffnungskonzert. Mit einem der weltbesten Orchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Gekostet hat sie 865 Millionen Euro, davon zahlt den Löwenanteil (789 Mio Euro) die öffentliche Hand. Die Musiker proben schon im Gebäude und sind von der Akustik überwältigt. Besucher stehen Schlange, um sie zu besichtigen: Die Rede ist von der Elbphilharmonie in Hamburg. Deren Intendant Christoph Lieben-Seutter war beim SZ-Kultursalon im Werksviertel zu Gast.

Das illuminierte Areal, auf dem der Münchner Konzertsaal einmal stehen soll.
Das illuminierte Areal, auf dem der Münchner Konzertsaal einmal stehen soll.

Susanne Hermanski von der Süddeutschen Zeitung fand die naheliegenden und richtigen Worte, dass die Whitebox den perfekte Blick auf die Baustelle biete. Die dunkle Brache (siehe Bild) würde irgendwann ein Konzertsaal sein, der versuche, der Elbphilharmonie den Rang abzulaufen. Dabei beginnt, sekundierte Christian Krügel, Ressortleiter der SZ, erstmal in 30 Tagen der Architektenwettbewerb in München.

Christoph Lieben-Seutter fing den Ball geschickt auf – der erste Eindruck sei gar nicht schlecht: „Ich finde die Mischareale spannend, Kultur muss raus aus den üblichen Setups.“ 2007 hat der Österreicher Lieben-Seutter als Intendant an der Elbe angefangen, es gab Verzögerungen bei Planung und Bau der Philharmonie, nach zehn Jahren, kurz vor der Eröffnung sagt er jetzt über sein Schmuckstück: „Es ist noch viel toller geworden“. Seit zwei Wochen hat er sein Büro bezogen. Teilweise stünden die Leute bei Führungen noch drin. Was war denn sein erster Gedanke, als er das erste Mal in seinem Büro war?

 

Susanne Hermanski und Christian Krügel hatten den Intendanten der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, zu Gast. In lockerer Runde plauderten sie über seine Erfahrungen mit dem Bau der Philharmonie in Hamburg.
Susanne Hermanski und Christian Krügel hatten den Intendanten der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, zu Gast. In lockerer Runde plauderten sie über seine Erfahrungen mit dem Bau der Philharmonie in Hamburg.

Im SZ-Kultursalon schwärmte Christoph Lieben Seutter von der Akustik der Elbphilharmonie, öffnete das Nähkästchen für die eine oder andere Anekdote. Oder aber für eine Einschätzung der Hamburger Verhältnisse: Die Regierung sei Dienstleister, der dafür zu sorgen habe, dass es funktioniert, aber das hanseatische Lebensgefühl trage die Bürgerschaft in sich. Das bedeute auch, dass sie Hamburger die zunächst ungeliebte Philharmonie in ihr Herz geschlossen hätten und zu recht stolz seien. Den Münchnern gab er einen guten Rat mit auf den Weg:


Mehr zum Abend in der Whitebox des Werksviertels lesen Sie im Bericht der Süddeutschen Zeitung, bei der ich mich für die Einladung bedanke.

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