Raumnutzungsplan: Konzertsaal, Werkstatt und mehr Education

Rund 15.000 Quadratmeter Nutzungsfläche stehen zur Verfügung, sagte Kunstminister Ludwig Spaenle im Kunstausschuss des Bayerischen Landtags. Der Erbpachtzins beträgt 592.000 Euro, ein Vorkaufsrecht ist eingeräumt, Kündigungsrecht alle 44 Jahre. Das Erbbaurecht soll kommendes Jahr in Kraft treten. Der Bayerische Rundfunk wird innerhalb von 30 Jahren 65 Millionen Euro, teils in Technik, einbringen. Eine Grundfinanzierung, für weitere 1,5 Millionen Euro Jahresmiete erhält er ein Erstbelegungsrecht und damit auch endlich eine Heimstatt. Soweit die Rahmendaten, die Spaenle vorstellte.

Das Modell des Werksviertels. In der Mitte eingekreist der Platz des Konzertsaals, die Blickrichtung ist auf den Ostbahnhof (am oberen Rand)
Das Modell des Werksviertels. In der Mitte eingekreist der Platz des Konzertsaals, die Blickrichtung ist auf den Ostbahnhof (am oberen Rand)

Vier Partner werden den Konzertsaal nutzen, unter anderem der BR und die Hochschule für Musik, wie auch private Veranstalter. Und: Ein zunächst nicht genannter Betreiber. Spaenle nannte aber auch, dass andere renommierte bayerische Orchester spielen sollen. Mitte Mai soll die Entscheidung des kürzlich gestarteten Architektenwettbewerbes fallen, 2018 soll der Bau begonnen werden. Zum Raumnutzungsplan sagte Ludwig Spaenle:


Als drittes soll es ein Werkstattfenster geben. Besonders hinterfragt wurden von den Oppositionsabgeordneten die Summen, die der BR beiträgt. Spaenle erklärte sich: Maßgeblich sei für den BR, ob die KEF mitzieht. Für das Erstbelegungsrecht sollen dabei 500.000 Euro pro Jahr auf 30 Jahre gezahlt werden, das sind dann die gut 65 Millionen Euro. Die Jahresmiete für den Konzertsaal wird das Symphonieorchester 1,5 Millionen Euro kosten. Darüber hinaus bringt sich der BR stärker im Bereich Musikerziehung, sprich Education ein.

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle referierte in offener Weise über den sachstand Konzertsaal im Ausschuss des Landtags
Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle referierte in offener Weise über den Sachstand Konzertsaal im Ausschuss des Landtags

Auch zur Anbindung an den Ostbahnhof wusste Spaenle einen (wenn auch spärlichen) Sachstand:


Oliver Jörg (CSU), stellvertretender Ausschussvorsitzender, konnte sich unterdessen eine Kritik an einem Dirigenten nicht verkneifen und rief zu Geschlossenheit auf:


Im Anschluss stellten Rosi Steinberger (Grüne), Isabell Zacharias (SPD) und andere Detailfragen. Die Betriebsform des Konzertsaales, das betonte Spaenle nochmals, werde eine öffentliche Form sein. Er verwies dabei auf das Konzerthaus in Luzern, das nach anfänglicher privater Trägerschaft wieder in staatliche Obhut zurückgeführt worden sei. Die Hochschule für Musik wird laut Staatsminister nicht komplett an den Ostbahnhof umziehen. Der Konzertsaalverein München wird sich in eine Stiftung einbringen, die das „zivilbürgerliche Engagement“ bündelt.

Edit: Im Lead korrigiert, dass die Summe von 65 Millionen Euro in einem Zeitraum von 30 Jahren eingebracht wird

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