Die Zukunft der Gesellschaft

In Zeiten, in denen AfD, Pegida und Trump erstarken oder an die Macht kommen, tut es gut, einmal mehr über die Zukunft unserer Gesellschaft nachzudenken. Nicht alles ist schwarz-weiß und die Welt lässt sich nicht mit einer Schablone erklären. Um so dringlicher war das Gespräch, dass die Evangelische Akademie Tutzing beim Bayerischen Rundfunk für die „denkzeit“ aufnahm.
Gobalisierung, Digitalisierung, Kriege, Terror, Klimawandel, Migration. Die Veränderungen in unserer Gesellschaft sind groß. Nicht wenigen machen sie Angst. Natürlich sind Politik und Wirtschaft besonders gefordert in dieser Zeit. Aber noch mehr die Denker und die Medien.
Mit einem vereinfachenden Draufhauen auf den nächsten US-Präsidenten Donald Trump ist es nicht getan – erst recht nicht, nachdem viele dessen Sieg so gar nicht auf dem Schirm gehabt hatten. Eine der Erkenntnisse aus der mit Jutta Allmendinger, Nikolaus von Bomhard, Ursula Münch und Ulrich Wilhelm sehr hochkarätig besetzten Runde. Diese moderierte der Direktor der Evangelischen Akademie in Tutzing, Udo Hahn.

Sehr aufschlussreich waren die Einlassungen von BR-Intendant Ulrich Wilhelm. Die kürzer werdende Spanne, in der Redakteure und Journalisten Themen erklären, behandeln und einordnen müssten, mache sich deutlich bemerkbar. Und nicht alleine die Medien seien in einer Glaubwürdigkeitskrise, sondern von den Kirchen bis hin zum ADAC so ziemlich alles, was einmal in Deutschland Leitplanke und Richtschnur war.
Das Thema Flüchtlinge und Integration nahm einen ebenso breiten Raum in der Diskussion ein. Und weil ich der Fernsehausstrahlung wirklich nicht vorgreifen will, empfehle ich neben den Eingangsstatements der Diskutanten auch deren Ausblick und Wunsch für eine lebenswerte Gesellschaft. Eines steht fest: Es war keine Veranstaltung, die man so eben zwischen zwei Halben im Fernsehen ansehen wird – mitdenken ist gefordert.

Am Samstag, 3. Dezember, 22.30 Uhr in ARD Alpha: „denkzeit“. (Link zur Mediathek)

Das Schlusstatement von Udo Hahn für eine lebenswerte Gesellschaft der Zukunft mag ich dennoch zitieren: „Die Zukunft der Gesellschaft ist offen. Es kommt auf jeden einzelnen an. Neugierig und offen bleiben. Das, was wir alle brauchen, ist Zuversicht und Gottvertrauen.“
Wohlan!

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2 thoughts on “Die Zukunft der Gesellschaft

  1. Naja, das mit dem Gottesvertrauen, …ist halt sehr evangelisch. Wenn die Menschheit aus reifen Menschen bestehen würde, würden sie vielleicht ihre globale Verantwortung ernster nehmen, und nicht auf den Dschihad oder auf Kreuzzüge kommen.
    In jener Wahlnacht hatte ich mir CNN angeguckt. Da wurden ab kurz nach Mitternacht die aktuellsten Wahlergebnisse von Kleinstädten bzgl. der Veränderung zur Obama-Wahl analysiert, alle paar Minuten wurden neue Hochrechnungen aus Florida und Ohio bekannt gegeben – Krimi pur, während die deutschen TV-Anstalten von der Sensation noch Stunden später überhaupt nichts checkten, irgendwelche Interviews pol. Halbpromis über Clinton und Trump („was wäre wenn …“) wiederholten, und ein ARD-Kommentator irgendwann meinte: „Die Wahl könne knapper als erwartet ausgehen“. Eigentlich wollte ich um zwei Uhr ins Bett, davor per CNN lediglich sicher gehen, dass es Clinton geschafft hat. Am Ende blieb ich bis sechs Uhr wach, dann aber mit der Gewissheit ihrer Niederlage.

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    1. Jetzt war die Wahl in den USA nur ein kleiner Teil der Diskussion, ein Einstieg. Insofern lohnt es sich die ganze Diskussion anzuschauen, die viel tiefer als mein Anriss geht. Dann wird vielleicht auch das Statement von Udo Hahn klarer, der ja zum Schluss aus seiner Rolle als Moderator gebeten wurde.

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