800-header-phoenix-warschau-img_8045

Ein Phönix aus der Asche – Ausstellung zum Wiederaufbau Warschaus

Zerstörung und Aufbau Warschaus 1939-1955

Die Zerstörung Warschaus durch die Nazis war beispiellos. Rund 80 Prozent der Stadt waren zerstört. Die Zerstörungswut der Nazis hatte System: Zuerst sollte Warschau, damals von rund 1,3 Millionen Menschen bewohnt, eine deutsche(!) Provinzstadt werden und nach dem Aufstandes im Warschauer Ghetto ganz von der Landkarte verschwinden. Eine Ausstellung zeigt Bilder und Texte von Zerstörung und Wiederaufbau der Stadt.

Das Titelbild der Ausstellung
Das Titelbild der Ausstellung

Warschau – Welthauptstadt der jüdischen Kultur

Warschau war vor dem 1. September 1939 die Hauptstadt der Zweiten Polnischen Republik. Mit 1,3 Millionen Einwohnern war die Stadt das Zentrum des politischen, kulturellen und sozialen Lebens des Landes und zugleich die Welthauptstadt der jiddischen Kultur; rund ein Drittel der Einwohner waren Juden. Ihr Stadtteil, das so genannte Nordviertel, erlangte später als Warschauer Ghetto traurige Berühmtheit. Es gibt Luftaufnahmen der Stadt nach der Befreiung durch die Rote Armee, die eine menschenleere Trümmerwüste zeigen. Dieses ganze Ausmaß im Detail zeigt die Ausstellung „Ein Phönix aus der Asche“ im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege bis zum 31. Januar. Bei der Eröffnung gab der polnische Generalkonsul Andrzej Osiak einen Überblick über die Bemühungen Polens, Warschau wieder aufzubauen:


Der Generalkonservator Mathias Pfeil hatte die Gelegenheit, in den letzten zwei Jahren in Warschau zu sein und sich von polnischen Kolleginnen und Kollegen in den Wiederaufbau einweisen zu lassen. Sein Fazit bei der Eröffnung:

 

Mit Bildtafeln, Texten und Videosequenzen wird das Ausmaß der Zerstörung einer ehemals bunten und lebendigen Stadt sichtbar
Mit Bildtafeln, Texten und Videosequenzen wird das Ausmaß der Zerstörung einer ehemals bunten und lebendigen Stadt sichtbar

Weltkulturerbe Warschau

Der Zweite Weltkrieg machte aus der blühenden Metropole eine tote Stadt. Es wurde zunächst in Erwägung gezogen, Warschau in dieser Form als Mahnmal zu belassen. Doch der Wiederaufbau der Hauptstadt Polens begann noch 1945. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern konzentrierte er sich nicht nur auf einzelne Gebäude, sondern umfasste die gesamte Altstadt. Die bis 1955 wiederaufgebaute Altstadt Warschaus mit dem 1971-84 wiedererrichteten Schloss zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Die Ausstellung „Ein Phönix aus der Asche“ ist in drei Bereiche gegliedert, sie befasst sich mit Warschau vor dem Krieg, der Zerstörung der Stadt 1939-1945 und dem Wiederaufbau. Fotografien und Filmsequenzen zeigen, wie das einstige kulturelle Zentrum in einem Meer von Ruinen unterging – und wie die Stadt innerhalb kürzester Zeit wiedererrichtet wurde. Sie war bis Ende 2016 in Berlin zu sehen und wird, so wünscht es sich Generalkonsul Andrzej Osiak, noch weiter wandern:

 

Frauen durchsuchen den Schutt in Warschau.
Frauen durchsuchen den Schutt in Warschau.

Die Ausstellung des Polnischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und des Warschauer Hauses der Begegnung mit der Geschichte ist auf Initiative des Generalkonsulats der Republik Polen bis 31. Januar 2017 in München zu sehen.

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Säulenhalle, Hofgraben 4, München
bis 31. Januar, Mo-Do 8-18 Uhr, Fr 8-16 Uhr
Eintritt frei

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s