Zwei Aussagen zur UKW-Zukunft von M94,5

Die UKW-Zukunft des Aus- und Fortbildungskanals M94,5 steht zur Disposition. Laut Informationen der Süddeutschen soll nächste Woche die Entscheidung verkündet werden, dass die Rockantenne die UKW-Frequenz als Stütze für München bekommt. Dabei war die Haltung von BLM-Präsident Siegfried Schneider immer vollkommen klar: Er plädiert dafür, dem „Studentensender“ die UKW-Frequenz zu nehmen.

Im Presseclub München gab es dazu am 27. Januar ein Gespräch, aus dessen Verlauf ich zwei Passagen von Siegfried Schneider nochmal aufgreifen möchte, die untermauern, dass die Entscheidung in seinem Sinne fallen wird.

Willi Schreiner, Uwe Brückner, Siegfried Schneider und Bernhard Goodwin diskutuerne die Zuunft von M94,5
Willi Schreiner, Uwe Brückner, Siegfried Schneider und Bernhard Goodwin diskutieren die Zukunft von M94,5

Ganz klar artikulierte der BLM-Präsident, dass er die Zukunft von M94,5 in der digitalen Verbreitung sieht, also terrestrisch via DAB. Damit würde die Frequenz für die Rockantenne frei werden:


Dass er fest entschlossen ist, den UKW-Markt in München neu zu ordnen, geht auch aus einer weiteren Äußerung hervor: Er riet M94,5, sich bis zum 9. Februar auch in die Ausschreibung der 92,4 einzubringen. Dort senden derzeit vielfältige, nicht-kommerzielle Klein- und Spartenanbieter:


Für eine Übergangszeit wäre es laut Schneider also denkbar, dass M94,5 hier auf UKW (mit-)sendet. Und recht viel deutlicher als der Präsident es sagte, dass, wenn die Ausschreibung am 9. Februar vorbei sei, sie vorbei sei, kann man auch nicht mehr werden.
Es ist also davon auszugehen, dass die UKW-Präsenz von M94,5 in den kommenden Monaten ein Ende nimmt. Und der Hintergrund ist einmal mehr: Die Rockantenne wird im Bayern-Funkpaket vermarktet, darf aber keine lokale Werbung akquirieren, um die Einnahmen der Lokalsender nicht zu schmälern. Andererseits wird über die Rockantenne und entsprechende Funkpakete den großen Konzernen ein „attraktives“ Umfeld für ihre Werbung geboten. Und nebenbei spart sich die BLM einen Batzen Geld, den sie für den Betrieb von M94,5 bereitstellen muss, wenn die UKW-Frequenz von einem kommerziellen Anbieter genutzt und gezahlt wird.

Weitere Auszüge aus der Diskussion im Presseclub München zusammengefasst von Sissi Pitzer für das Medienmagazin von B 5 aktuell. Ein erster Beitrag lief schon im Dezember.

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