Von Konzertsaal und Klang – Das Saisonprogramm 17/18 des Symphonieorchesters

Nikolaus Pont, der Orchestermanager des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, hat in München die Konzertsaison 2017/18 vorgestellt. Chefdirigent Mariss Jansons hat mit einem der weltbesten Orchester monumentale Symphonien auf dem Spielplan:


Dazu kommen weitere Orchesterstücke u.a. von Bernstein, Strauss und Strawinsky sowie Beethovens Messe in C-Dur.

Benjamin Schwartz (der neue Konzertplaner), Orchestermanager Nikolaus Pont, Vorstand Heinrich Braun und Chefkommunikator Peter Meisel stellten die Saison 2017/18 im Literaturhaus vor

Neben den Abokonzerten spielt das Symphonieorchester auch Benefizkonzerte unter Jansons zu Gunsten des Adventskalenders der Süddeutschen Zeitung und als Festkonzert anlässlich 25 Jahre „Sternstunden“. Die Konzerte finden im Frühjahr 2018 statt.
Nikolaus Pont freut sich, dass Sir Simon Rattle nach längerer Zeit wieder einmal das BRSO dirigieren wird:

Weitere Gastdirigenten

Riccardo Muti und Bernard Haitink werden große Requiem-Werke dirigieren (Messa da Requiem von Verdi, Deutsches Requiem von Brahms). Auch die Programme von Herbert Blomstedt (Mozart: Jupiter-Symphonie), Yannick Nézet-Séguin (Schostakowitsch: Symphonie Nr. 13), Daniel Harding (Bruckner: Symphonie Nr. 4), Daniele Gatti (Mahler: Symphonie Nr. 4), Kent Nagano (Messiaen: Chronochromie), John Eliot Gardiner (Schumann: Symphonie Nr. 2) und Robin Ticciati (Ravel: Daphnis et Chloé-Suite Nr. 2) enthalten Höhepunkte des symphonischen Repertoires. Franz Welser-Möst wird konzertante Aufführungen von Janaceks „Das schlaue Füchslein“ dirigieren, Esa-Pekka Salonen bringt unter anderem sein eigenes Violinkonzert (mit Konzertmeister Anton Barakhovsky als Solist). Dima Slobodeniouk debütiert mit Werken von Sibelius und Rachmaninow.

Als Solisten treten in der kommenden Saison unter anderem Elina Garanča, Magdalena Kožená, Daniel Barenboim, Yefim Bronfman und Frank Peter Zimmermann, aber auch Martin Grubinger, Alina Ibragimova, und Daniil Trifonov auf. Besonders hervorzuheben sind die Solisten aus dem Orchester: Anton Barakhovsky und Martin Angerer.

Gastkonzerte und Tournee

Traditionell spielt das Symphonieorchester auch Gastkonzerte. In Deutschland gastiert das BRSO unter anderem in Brüssel, Köln, Hamburg und Frankfurt. Das Eröffnungskonzert der neugebauten Staatsoper Berlin muss indes verschoben werden. Nikolaus Pont:


International geht es unter anderem wieder in die Carnegie-Hall nach New York. Im Mai 2018 steht eine Südamerika-Tournee auf dem Programm. Orchester und Dirigent freuen sich besonders auf das Gastspiel in Santiago de Chile:

Abschied und Neuanfang

Wer zuletzt Konzerte des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks besuchte, dem ist aufgefallen, dass die sichtbare Wertschätzung für altgediente Kollegen zugenommen hat. Musiker, die in den Ruhestand gehen, werden öffentlich verabschiedet. Der Grund, so Orchestervorstand Heinrich Braun: Viele Besucher haben nachgefragt, sich über neue Gesichter gewundert und vermissten die „Alten“:


Braun betonte auch, dass die Zusammenarbeit mit Chefdirigent Mariss Jansons von gegenseitigem Vertrauen geprägt sei. Besonders anzumerken: Der Dirigent geht auch auf Orchesterwünsche ein, was Werke betrifft.

Konzertsaal – Hü, Hott, Interimsspielstätte und kein Ende

Erwartungsgemäß nahm die Diskussion um Konzertsaal und Interimsspielstätte auch einen breiten Raum ein. Zuletzt war der Zeitplan für den Bau im Werksviertel in Verzug gekommen. Der Architekt Stefan Braunfels hatte geklagt und war zum Wettbewerb wieder zuzulassen. Der Stadtrat München hatte letzte Woche eine teils ans absurde gemahnende Debatte über eine Ersatzspielstätte für den sanierungsbedürftigen Gasteig (Bierzeltvorschlag vom Ex-Kunstminister!) geführt. Heinrich Braun zur Diskussion im Orchester:

 

Das Logo der Saisonbroschüre stellt das Thema Konzertsaal gleich in den Blickfang. Bild: BR/Symphonieorchester

Diese Diskussion bildet sich auch in der Broschüre zur Konzertsaison ab: Hier werden verschiedene Grundrisse von Konzertsälen abgebildet. Im Heft gibt es einen QR-Code, der zu Hörbeispielen auf der Webseite einlädt. Eines ist jedenfalls klar, so Nikolaus Pont: Die Zeit für die Festlegung einer Interimsspielstätte statt des Gasteigs drängt, denn in sechs Monaten geht es schon an den Feinschliff des Programms 18/19:


Die Saisonbroschüre 2017/18 steht zum Download auf der Website des Symphonieorchesters zur Verfügung oder kann über E-Mail kostenlos angefordert werden.

Und wer sich für ein Abonnement entscheidet, der nimmt an einer Verlosung teil:

Edit: Chefdirigent Mariss Jansons fehlte bei der Vorstellung, der Maestro musste sich einer dringenden Zahnbehandlung unterziehen.
In einer früheren Fassung stand in der Headline irrtümlich das Jahr 18/19. Heinrich graut’s ist seiner Zeit zwar meist voraus, aber das war doch etwas zu weit. Ich bitte um Nachsicht.

Titelbild: Das Symphonieorchester des BR mit Chefdirigent Mariss Jansons, Bild: BR/Astrid Ackermann

 

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