Ein großer Kunst-Stoff: Die „Expedition Hoiz“

Die „Expedition Hoiz“ ist in München angekommen. Nach Stationen im Holzknechtmuseum Ruhpolding und in Schnaitsee ist das kreative Schaffen von Elvira Schmidt und Mathias Schneider nun im Landwirtschaftsministerium in der Ludwigstraße zu sehen. Gemeinsam ist den Künstlern die Liebe zum Holz. Sie verarbeiten Fundstücke zu Kunstwerken und horchen quasi in das Werkstück, um Formen, Farben und Welten darin sichtbar zu machen.

Eine Reise

Bayern, nüchtern betrachtet, ist ein Holz- und Forstland. Georg Windisch, der im Staatsministerium den Bereich Forst verantwortet, wies darauf hin, dass pro Hektar 400 Kubikmeter Holz in den Wäldern sind, die Holzbranche ist wichtig. Sie erwirtschaftet 37 Milliarden Euro, knapp 200.000 Beschäftigte bis hin zur Papierfabrik leben mit und von dem Rohstoff. Vielleicht ist des deswegen ein richtiges Signal, die Ausstellung im Ministerium zu zeigen. Man bemühe sich, naturnah zu wirtschaften. Und da bliebe auch Platz für das Totholz. Sei es für den Naturschutz oder aber für die Kunst. Georg Windisch:

 

Flugversuch

Und so erklärt Elvira Schmidt, dass es sich bei „Expedition Hoiz“ um eine Ausstellungsreihe handelt, die sich mit Fundstücken aus Lebensumfeld nicht nur der Holz- und Waldbauern befasst:

 

Das Holz, so Schmidt, hat ein Mitspracherecht, es nimmt seine Geschichte mit. Aber die „Expedition Hoiz“ soll eine Entdeckungsreise sein, die Besucher sind auch Expeditionsteilnehmer. Die Figuren vom Mathias Schneider entstehen auch aus Vorbildern in der Kunstgeschichte. Er ist der Bildhauer:

 

Bemalte Türen

Auch Schneider achtet auf das, was ihm das Holz sagt:

 

Mathias Schneider, Elvira Schmidt und Georg Windisch bei der Vernissage

Und noch eines ist Elvira Schmidt wichtig zu betonen: Keine Ausstellung gleicht hundertprozentig der vorherigen:

 

Die Ausstellung ist bis 1. September im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu sehen, Ludwigstraße 2, erreichbar mit der U-Bahn 6, Haltestelle Odeonsplatz oder mit dem Bus 100, Haltestelle Von-der-Tann-Straße. Geöffnet Montag mit Freitag von 8 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Am Samstag, den 5.August gibt es um 11 Uhr eine Führung. Ab Oktober geht die Ausstellung nach Aschau im Chiemgau.

Mehr zu Elvira Schmidt und Mathias Schneider.

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Ein Blick in den großen Ausstellungsraum
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