Der Toni-Pfülf-Preis für Renate Schmidt

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und der Landesvorstand der BayernSPD haben in München den Toni-Pfülf-Preis verliehen. Preisträger sind das gegen Sexismus ankämpfende Projekt „Pink Stinks“ und die ehemalige Landesvorsitzende und Bundesministerin a.D. Renate Schmidt. Der Preis ist mit je 1000 Euro dotiert.

Toni Pfülf, eine engagierte Sozialdemokratin

Die Landesvorsitzende der AsF, Micky Wenngatz, erläuterte die Preismodalitäten:

„Die Quote macht’s“

Wenngatz betonte auch den engen Schulterschluss von AsF und SPD mit den Gewerkschaften. Natascha Kohnen, Landesvorsitzende der BayernSPD, nutzte ihr Grußwort, um auf Geschlechtergerechtigkeit, Quote und Unterschiede zur CSU hinzuweisen. Sie flocht mit hörbarer Genugtuung eine Episode vom Nachmittag in Augsburg ein:

 

Natascha Kohnen, Landesvorsitzende der BayernSPD, betonte die Vorreiterrolle Pfülfs

Der Landtagsabgeordnete Florian von Brunn ist ein Verwandter von Toni Pfülf. Ihm oblag eine Schilderung des Lebenslaufes von Antonia Pfülf, die am 8. Juni 1933 Suizid beging:

„Mit Toni Pfülf starb eine Sozialdemokratin, die ihrer Zeit voraus war“

Florian von Brunn zeichnete ein lebendiges Bild seiner Vorfahrin

Innerhalb der SPD setzte sich Pfülf für die Gleichberechtigung der Frau ein, sie forderte unter anderem, dass Frauen der volle Zugang zum Arbeitsmarkt gewährt werde. Als der Nationalsozialismus hoffähig wurde, kämpfte sie vehement gegen die NSDAP. Von Brunn zog darin auch eine Parallele zur heutigen Zeit, in der es gelte, gegen die AfD zu halten.

 

Daneben erneuerte Florian von Brunn den Wunsch, dass für Pfülf und andere Stolpersteine auf öffentlichem Grund in München verlegt werden sollen.

Paradigmenwechsel und Agenda 2010

In einer Zuspielung zog Renate Schmidt eine Bilanz ihrer Zeit als Familienministerin:

 

Renate Schmidt entwarf eine kühne Vision und bilanzierte das Erreichte in der Frauen- und Familienpolitik

Renate Schmidt entwarf in ihrer Dankesrede ein kühnes Bild zur Stellung der Frau, auch hier der eine oder andere Seitenhieb auf den politischen Gegner:

 

Die ehemalige Familienministerin bezeichnete Bebel als Feministen, der in vielem seiner Zeit voraus gewesen sei. Schmidt schilderte einen (utopischen) Zeitsprung August Bebels in die heutige Bundesrepublik. Sie sparte aber auch nicht mit Kritik am Nicht-Umgesetzten.


(Länge 6:25/6 MB)

Jutta Allmendinger hielt die Laudatio auf Renate Schmidt

Die Laudatio auf Schmidt hielt Jutta Allmendinger. Sie betonte das Visionäre in Schmidts Politik. Ein Auszug:


(Länge: 7:51/8MB)

 

 

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