Der 66. ARD-Musikwettbewerb startet

Einer der renommiertesten Musikwettbewerbe geht ins 66. Jahr seines Bestehens: Der ARD-Musikwettbewerb. 640 Bewerber aus 53 Ländern und vier Kontinenten meldeten sich auf den Aufruf, ein neuer Rekord. 198 davon wurden als Kandidaten zugelassen. Es gibt vier Fächer, in denen die Musiker antreten können: Klavier, Violine, Oboe und seit 1993 zum ersten Mal wieder Gitarre.

Präsentation des 66. ARD-Musikwettbewerbes: Von links: Markus Huber (Moderation), Vito Žuraj (Komponist des Auftragswerks für das Fach Gitarre), Dr. Meret Forster (Künstlerische Leiterin des ARD-Musikwettbewerbs und BR-KLASSIK-Redaktionsleiterin), Oswald Beaujean (Künstlerischer Leiter des ARD-Musikwettbewerbs und Programmbereichsleiter von BR-KLASSIK) und Elisabeth Kozik (Organisatorische Leiterin des ARD-Musikwettbewerbs). Foto: BR/Philipp Kimmelzwinger

Interessant ist laut Oswald Beaujean, dass sich immer mehr Bewerber aus dem asiatischen Raum melden – dort wird die klassische Musik offenbar mehr gepflegt als im Stammland Europa. Beaujean leitet mit seiner Kollegin Meret Forster den Wettbewerb künstlerisch. Neben den „üblichen“ Aufführungsorten Philharmonie, BR-Studios, Hochschule für Musik, Herkulessaal und Prinzregententheater gibt es heuer auch einen der klassischen Musik eher unverdächtigen Ort – das Stachus-Zwischengeschoß.
Oswald Beaujean:

 

Von links: Dr. Meret Forster (Künstlerische Leiterin des ARD-Musikwettbewerbs und BR-KLASSIK-Redaktionsleiterin) und Oswald Beaujean (Künstlerischer Leiter des ARD-Musikwettbewerbs und Programmbereichsleiter von BR-KLASSIK). Foto: BR/Philipp Kimmelzwinger

Im Stachusrondell geht es am 9. September um 13 Uhr auch um Begegnungen. Hier dürfen die jugendlichen und Kinder-Preisträgerinnen und Preisträger spielen. Steinway München stellt den Flügel.
Zu den charakteristischen Stärken des ARD-Musikwettbewerbs gehört seine Vielfalt. Mit insgesamt 21 Fächern, die jährlich wechseln, ist er der weltweit größte Musikwettbewerb. Die herausragendste Bedeutung hat der Wettbewerb für die Bläser, erläutert Meret Forster:

 

Als Besonderheit sticht dieses Jahr das Fach Gitarre hervor. In dieser Kategorie wurden erst vier Mal Ausscheidungen abgehalten: 1976, 1982, 1989 und zuletzt 1993. Immer wichtiger werden dabei die Sponsoren, ob Siemens oder die OTEC:

 

Vito Žuraj (Komponist des Auftragswerks für das Fach Gitarre). Foto: BR/Philipp Kimmelzwinger

Die Auftragskomposition für die Gitarre schrieb Vito Žuraj. Sie heißt Interfret. Eine durchaus interessante Aufgabe für den studierten Pianisten und Cellisten. Er hat seine eigene Komposition auch auf der Gitarre gespielt und sich fachlich von zwei Kollegen unterstützen lassen:

 

In den Semifinal- und Finalrunden werden die Kandidaten vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester und dem Münchner Rundfunkorchester begleitet. Das Novus String Quartet, Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs 2012, begleitet die Semifinalisten im Fach Gitarre. Zum Abschluss des Wettbewerbs präsentieren sich die Preisträger noch einmal in drei Konzerten am 13., 14. und 15. September im Prinzregententheater und in der Philharmonie im Gasteig.
Auch wegen der nachhaltigen Förderung der jungen Künstler, die nach dem Ende des Wettbewerbs Konzertengagements bei Festivals, Orchestern und den Konzertreihen der ARD-Hörfunkanstalten erhalten, zu CD-Aufnahmen eingeladen werden und sich beim Festival der ARD-Preisträger im darauffolgenden Jahr präsentieren können, zählt der Musikwettbewerb zu den wichtigsten Projekten der Kulturförderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Alle Informationen zu Veranstaltungen, Übertragungen und Streams auf der Website des ARD-Musikwettbewerbs. Alle Wertungsspiele und Konzerte sind öffentlich. Die ersten beiden Durchgänge sind mit freiem Eintritt – bei großem Andrang werden morgens jeweils Platzkarten an den Saaltüren ausgegeben. Für die Semifinal- und Finalrunden sowie die drei Preisträgerkonzerte werden Tickets benötigt. Diese erhalten Sie ab 8. August 2017.

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