#tura17 – Mehr Glaubwürdigkeit im Radio

Was ist im Radio machbar, wo kann man synthetische Stimmen verwenden? Ein Workshop-Ergebnis der #tura17

Zum 13. Mal fanden in der Politischen Akademie die „Tutzinger Radiotage“ #tura17 statt. Thema dieses Mal war die Glaubwürdigkeit im Radio. Es waren drei intensive Tage, sie waren recht intim, anders als vielleicht die Veranstaltungen der letzten Jahre. Begünstigt hat das auch ein Fehlen von multimedialer Begleitung und Blogs. Grundsätzlich sind die Radiotage ja immer sehr offen, heuer war es eher besser, dass sie weniger offenherzig alles in die Welt rauspusten. Im Kollegengespräch des Medienmagazins von B5 aktuell erzähle ich Daniel Ronel davon.

Das Medienmagazin von B5 aktuell (Audio).

Interessant war auch die abschließende Diskussion: Wie umgehen mit Eilmeldungen/Breaking News, gerade nach Attentaten oder Terror.. Nach den Erfahrungen mit dem OEZ-Attentat vermuteten einige Teilnehmer, dass in der Münchner (Privat-)Radioszene schon Pläne für Verpackungselemente à la „Terror auf der Wiesn“ existieren. Das jedenfalls blieb aus der Diskussion mit Jan Herold (Charivari 95,5), Gudrun Riedl (BR24) und Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins nebst Daniel Bouhs hängen. Die Sender werden jedenfalls ihre Anmutung ändern. Bleibt zu hoffen, dass es eine friedliche Wiesn wird.

Und sonst? Da war die Anregung, auch Blogger und Podcaster zu den #tura anzusprechen. Lohnenswert wäre es, bekommen die doch auch mal mit, wie das schnellste und aktuellste Medium arbeitet – und eine gegenseitige Befruchtung wird nicht ausgeschlossen. Und aus dem Eröffnungspanel schwang bis in die abendlichen Diskussionen die Forderung von Birgit Wentzien, der Chefredakteurin des Deutschlandfunks: „Erzählt Geschichten richtig, erzählt sie zu Ende und erzählt sie umfassend.“ Ein Aufruf auch für eine bessere Verzahnung von Landeskorrespondenten und Hauptstadtstudio. Sprich, in den Beiträgen solle doch auch aus diesen unterschiedlichen Perspektiven berichtet werden.

Gut besucht wie jedes Jahr: Die #tura17

Errata:
Das Startup lyrebird kommt aus Kanada, der Kollege von Puls heißt Zervos, nicht Zorvas. Die Kollegin Katharina Thoms hat fairradio nicht mit gegründet, aber engagiert sich dort schon lange. Danke für die Hinweise an Sandra Müller.

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