Gut • Wahr • Schön – Der Pariser Salon in der Kunsthalle München

Im 19. Jahrhundert war der jährlich stattfindende „Salon de Paris“ die größte und bedeutendste Ausstellung des internationalen Kunstbetriebs und das gesellschaftliche Ereignis par excellence. Eine dem antiken Schönheitsideal verpflichtete Jury bestimmte, welche Werke hier gezeigt werden durften. Die Künstler sollten das Gute und Wahre in der Schönheit der Form zum Ausdruck bringen. Doch die klassische akademische Norm war mit der modernen Lebenswelt schwer in Einklang zu bringen. Obwohl die Werke der Künstler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten und einflussreichsten ihrer Zeit zählten, sind sie heute kaum bekannt. Das möchte die Ausstellung in der Kunsthalle München ändern.

Die Salon-Ausstellung wurde von Ludwig XIV. ins Leben gerufen. Sie war ursprünglich den Mitgliedern der Académie royale vorbehalten. Die Schau, die ab 1725 im namensgebenden Salon Carré des Louvre stattfand, wurde nach der französischen Revolution verstaatlicht. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Salon im für die Weltausstellung errichteten Palais de l’Industrie präsentiert. Hunderttausende Besucher aller sozialen Schichten verfolgten die neuesten Entwicklungen der Kunst.

Für Roger Diederen, den Direktor der Kunsthalle München, war es klar, dass ihn eine solche Ausstellung reizen würde. Er hat mehrere Jahre mit dem Musée d’Orsay in Kontakt gestanden:

 

Die Ausstellung ist nicht streng chronologisch angeordnet. Durch verschiedene Hängungen hat die Kunsthalle versucht, die ausgestellten Werke in neue Dialoge treten zu lassen. Kuratorin Nerina Santorius:

 

Die große Historienmalerei war zu Ende gegangen. Nicht alleine der verlorene deutsch-französische Krieg von 1870/71, auch die dritte Republik hatten ihren Beitrag zum Zeitenwandel geleistet. Insofern sind die Ausstellungsstücke auch interessant. Bei der Beurteilung von Highlights tut sich Nerina Santorius schwer:

 

Die Kunsthalle München ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, zum Afterwork auch am 18.10, 15.11. und 17.1. bis 22 Uhr. Schulklassen können mittwochs von 9 bis 10 Uhr nach Voranmeldung in die Ausstellung. Alle Informationen auf der Website der Kunsthalle. Es darf aus der Ausstellung getwittert werden, nachzulesen unter den Hashtags #KunsthalleMuc und #GutWahrSchön.

 

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