Max Mannheimer – Sein Vermächtnis, unser Auftrag

Vor einem Jahr ist der Shoah-Überlebende Max Mannheimer gestorben. In dieser Woche finden im Bayerischen Landtag zwei Gedenkveranstaltungen an den unermüdlichen Mahner statt. Den Auftakt machte die SPD-Fraktion.

Vertrauen

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher mit der Vita von Max Mannheimer:

„Das war das Schönste, dass, wenn wir uns sahen, wir uns immer wieder lieb hatten“

Natascha Kohnen erinnerte sich an die Tochter von Max Mannheimer, an ein Zusammensitzen. Letztlich auch der Grund für sie, in die SPD einzutreten. Gemeinsam mit Peter Paul Gantzer begab sie sich auf Spurensuche. Im Vorfeld des Ausgangs der Bundestagswahl mit deutlichen Worten wider das Völkische und falsche Nationale:

 

 

Erinnerung an einen unermüdlichen Kämpfer wider den Nationalsozialismus ist das eine, das andere: Wie kann man heute damit umgehen, wie kann man Strategien entwickeln? Darüber diskutierten unter der Moderation von Heidi Wolf der Oberbürgermeister von Dachau, Florian Hartmann, die Leiterin des Max-Mannheimer-Studienzentrums Dachau und Axel Drecoll, der das Dokuzentrum Obersalzberg leitet. Auszüge einer klaren und wegweisenden Diskussion, gerade auch im Hinblick auf die kommenden vier Jahre im Bundestag:

(30 min)

 

Zur Vita von Max Mannheimer:
Max Mannheimer wurde am 6. Februar 1920 in Neutitschein, Nordmähren, Tschechoslowakei geboren, gestorben ist er am 23. September 2016 in München. Seit 1990 war er der Präsident der Lagergemeinschaft Dachau und seit 1995 Vizepräsident des Internationalen Dachau-Komitees. Neben Büchern und Vorträgen bleiben von ihm auch Gemälde.
Max Mannheimer und sein Bruder Edgar wurden im Oktober 1943 in das Konzentrationslager Warschau transportiert, nachdem sie im KZ Auschwitz schwere Zwangsarbeit und Krankheit erlitten hatten. Die Brüder wurden gezwungen, in Warschau die Reste des nach dem Aufstand zerstörten Warschauer Ghettos zu beseitigen. Im Warschauer Konzentrationslager lernte Max Mannheimer Ernest Landau kennen, der ihm etwas von seiner Suppe abgab. Die beiden Brüder Max und Edgar überlebten im August 1944 den Transport in das KZ Dachau, in dem viele politische Gefangene wie Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftler inhaftiert waren.[14] Von dort wurden sie wenig später in das Außenlager Karlsfeld zur Zwangsarbeit verlegt. Von Januar 1945 bis zur Räumung des Lagers durch die SS am 28. April 1945 waren die Brüder im Außenkommando Mühldorf. Die folgende sogenannte „Evakuierung“ überlebten Max und Edgar Mannheimer abgemagert und an Typhus erkrankt bis zu ihrer Befreiung durch die Amerikaner am 30. April 1945 in Tutzing. (Mehr bei Wikipedia)

Ein Gemälde von Mannheimer aus der Zeit, in der er nicht über die Gräuel der Nazizeit sprechen konnte

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