Das Blaue Land hinter Glas

Ein besonderes Schmankerl bieten das Buchheim Museum der Phantasie, das Museum Penzberg, das Franz-Marc-Museum und das Schloßmuseum Murnau in diesem Herbst: „Das Blaue Land hinter Glas“. Ein Thema, vier Museen, denn die Künstler des „Blauen Reiters“ waren fasziniert von der besonderen Kunst. Sie sammelten und kopierten historische Bilder, experimentierten mit großem Vergnügen. So entstanden faszinierende Werke und die Hinterglasmalerei wurde zu einer Maltechnik der Moderne.

Im Nonnenspiegel konnte sich die Nonne betrachten, wenn sie links oder rechts am Heiligen vorbei blickte. Damit war sie, so erklärte es Daniel Schreiber, wenigstens nicht dem Verdacht ausgesetzt, eitel zu sein

Die vier Museen haben nun ihre reichhaltigen Schätze in einer Gemeinschaftsaktion zu einer Ausstellung an vier Orten konzipiert. Das Museum Penzberg, die Sammlung Campendonk setzt den Schwerpunkt Tiefenlicht und greift dabei auf Werke von August Macke bis Gerhard Richter zurück. Was es mit dem Tiefenlicht und der Hinterglasmalerei auf sich hat, erklärt Gisela Geiger vom Museum Penzberg – Sammlung Campendonk:

 

Die Ausstellung im Buchheim Museum der Phantasie trägt den Titel Über Nonnenspiegel und Zirkusschweine. Daniel Schreiber, der Direktor des Buchheim Museum, über seinen Teil zur Ausstellung:

 

Gabriele Münter – Mann im Sessel. Interessant ist dabei die Wand im Hintergrund, die ihrerseits aus lauter Hinterglasmalereien besteht

Mit zwei Schlüsselwerken aus dem Kreis des Blauen Reiters zeigt die Ausstellung im Franz-Marc-Museum, welche Bedeutung dem Sammeln und Präsentieren von Hinterglasbildern zukam. Darüberhinaus diente die Technik ja auch der gegenseitigen Inspiration und als künstlerisches Experimentierfeld. Cathrin Klingsör-Leroy, die Direktorin des Museums in Kochel am See:

 

Das Schloßmuseum Murnau spannt den Bogen von der Hinterglasmalerei eines Paul Klee, Franz Marc oder August Macke bis zu zeitgenössischen Künstlern wie Gerhard Richter oder Gaby Terhuven. Sandra Uhrig:

 

In Zusammenarbeit der Museen und Touristenverbände erscheint eine Museumscard, mit der vergünstigte Eintritte und Beförderungen verbunden sind.
Der Infopoint der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen im Alten Hof München wartet dazu mit einem Workshop zur „Langen Nacht der Münchener Museen“ auf, erklärt Sabine Wieshuber, die stellvertretende Leiterin:

 

Man kann die Hinterglasmalereien direkt auf sich wirken lassen. Alle Bilder: Die Museen

Zur Ausstellungsreihe „Das Blaue Land hinter Glas“ gibt es ein Rahmenprogramm mit Tagungen, Workshops und Führungen. In den Museen ist ein Katalog zu den Ausstellungen erhältlich. Alle Informationen auf der Website MuSeenlandschaft. In den beteiligten Museen gibt es ein Katalogheft um fünf Euro.

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