Sternstunden 2017 – Heinrich hilft

Sternstunden e.V. ist eine Spendenaktion des Bayerischen Rundfunks, die das ganze Jahr über aktiv ist. Im Dezember gibt es den Sternstunden-Spendentag und eine große Benefiz-Gala. Dieses Jahr wird das am 15. Dezember stattfinden.
Vor ein paar Wochen wurde ich angerufen, ob ich Interesse und Lust hätte, als Blogger dieses Jahr die Sternstunden zu unterstützen. Für die Sternstunden ist das was Neues, für mich genauso.

Ich habe sofort zugesagt und durfte mir ein Projekt aussuchen. Meine Wahl fiel auf die Heckscher-Kliniken, die Kinder und Jugendliche psychiatrisch unterstützen.

Zu meinen Beweggründen gehört, dass ich aus eigener Erfahrung weiß, wie psychische Störungen das Leben beeinträchtigen. Ich war dieses Jahr selbst für einige Monate in der Psychiatrie und machte aktiv etwas gegen meine Depressionen. Ich schreibe bewusst nicht von „behandeln lassen“. Die Hilfestellung in der Klinik ist gegeben, aber man muss auch selber schon wollen, dass sich was ändert. Das funktioniert nicht immer reibungslos, oft ist eine Einlieferung (auch gegen den eigenen Willen) aber der erste Schritt.

Jetzt ist die Aufnahme in die Psychiatrie nicht immer schön, abgesehen davon, dass Psychiatrie leider immer noch makelbehaftet ist. Oft – und das gerade am Wochenende, in der Nacht oder zu Feiertagen – sind die Verhältnisse beengt und oft kann man froh sein, ein Zweier-, Dreier- oder Vierer-Zimmer zu bekommen. Öfters liegt man auch auf dem Gang, nur notdürftig abgeschirmt. Privatsphäre, die hier noch wichtiger als im normalen Krankenhaus wäre, ein Rückzugsort, ist manchmal eben nicht gegeben. Das sind meine Erfahrungen aus dem Aufenthalt in der „Erwachsenen“-Psychiatrie.
Während meines Aufenthaltes im Inn-Salzach-Klinikum habe ich auf der Aufnahmestation, aber auch in der weiteren stationären Behandlung Jugendliche kennengelernt. Und wenn ich auch überwiegend mit mir und meinen Defekten beschäftigt war, habe ich mir so meine Gedanken über diese jungen Menschen gemacht, denen geholfen werden muss. Deswegen mein Engagement. PUNKT.

… aber

Ein kleiner Wermutstropfen ist dennoch dabei. Die kbo-Heckscher-Kliniken wollen nicht von mir besucht werden. Das hängt damit zusammen, dass schon das Fernsehen da war und einen Beitrag drehte. Klar, dass da eine solche Station etwas in Aufruhr ist und der Stationsablauf durcheinander gerät. Die Leitung hat sich also entschieden, dass ich keinen Beitrag mache. Inwieweit da der „Makel“ reinspielt, dass ich ein Blogger bin, ergründe ich nicht und will ich auch gar nicht so hoch gehängt haben. Schade ist es allemal, vielleicht war es aber auch etwas zu viel Offenheit, dass ich im Vorgespräch sagte, dass ich schon nicht über das Museum in Gabersee bloggen durfte oder ich selbst Psychiatrie-Erfahrung habe, sei dahingestellt.

Jedenfalls bitte ich Euch alle herzlich um Spenden, besonders natürlich für die Heckscher -Kliniken.

Das Projekt

Die Heckscher-Kliniken als Vollversorgungskrankenhaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie mit 7 Standorten für ganz Oberbayern zuständig. Im Haupthaus in München werden dabei die Notfallversorgung und Notfallaufnahmen rund um die Uhr vorgenommen. Diese Inanspruchnahme durch die Sonderfunktion Notfall hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert, so dass mittlerweile ca. 70 – 80% aller Aufnahmen außerhalb der üblichen Dienstzeiten nachts und an den Wochenenden erfolgen. Dies hat zur Folge, dass die beiden Aufnahmestationen von ursprünglich je neun Betten zwischenzeitlich bereits auf zwölf Betten vergrößert wurden, optimal wären zehn Betten. Da aber beide Stationen durchschnittlich sogar mit 14 – 15 Patienten (zeitweise auch 17) belegt sind, wird ein eigenfinanzierter Erweiterungsbau seitens der Klinik entstehen. Für Umbau und Anpassung vorhandener Räumlichkeiten (Brandschutz, Umbau Sanitärblock, Möbel etc.) bittet die Klinik um Unterstützung. Das kostet ca. 1,3 Millionen Euro.

Spenden

Ich sitze am Sternstunden-Spendentag in der Spendenzentrale und werde eine Stunde lang Spenden für die Heckscher-Kliniken einsammeln.
Zudem bitte ich Euch, die Ihr nicht anrufen könnt, um Eure Spenden auf das Konto von Sternstunden e.V.. Auch, wenn Ihr sonst gerne über ein PayPal-Konto spenden würdet, in diesem Fall bitte direkt an Sternstunden, die Transaktionsgebühren von PayPal sind besser bei Sternstunden aufgehoben.

Herzlichen Dank, wir hören uns am Sternstundentag – 15. Dezember – vielleicht auch von 12 bis 13 Uhr am Telefon.

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