Das illuminierte Areal, auf dem der Münchner Konzertsaal einmal stehen soll.

Raumnutzungsplan: Konzertsaal, Werkstatt und mehr Education

Rund 15.000 Quadratmeter Nutzungsfläche stehen zur Verfügung, sagte Kunstminister Ludwig Spaenle im Kunstausschuss des Bayerischen Landtags. Der Erbpachtzins beträgt 592.000 Euro, ein Vorkaufsrecht ist eingeräumt, Kündigungsrecht alle 44 Jahre. Das Erbbaurecht soll kommendes Jahr in Kraft treten. Der Bayerische Rundfunk wird innerhalb von 30 Jahren 65 Millionen Euro, teils in Technik, einbringen. Eine Grundfinanzierung, für weitere 1,5 Millionen Euro Jahresmiete erhält er ein Erstbelegungsrecht und damit auch endlich eine Heimstatt. Soweit die Rahmendaten, die Spaenle vorstellte.Weiterlesen »

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Die Mistgabel bildet Bayern nicht mehr ab – Bavariathek: Der Weg zur Digitalen Museumsvermittlung

Pünktlich im Mai 2018 soll das Museum der Bayerischen Geschichte eröffnen – nicht nur am Donaumarkt in Regensburg, sondern auch in der digitalen Welt. Die Bavariathek ist die Erweiterung des Museums in den virtuellen Raum hinein, die multimedial und innovativ Themen der bayerischen Geschichte erzählt. Zusammen mit der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Techni­schen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden soll die Bavariathek unter Ein­satz modernster multimedialer Elemente weiterent­wickelt werden.

Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Prof. Dr. Dieter Müller, OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Christian Wolff, Universität Regensburg, Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg. Foto: Lena Schabus, Uni Regensburg
Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Prof. Dr. Dieter Müller, OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Christian Wolff, Universität Regensburg, Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg. Foto: Lena Schabus, Uni Regensburg

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And the Konzertsaal goes Ost

Die Entscheidung ist gefallen. Der neue Konzertsaal für München soll ins Werksviertel kommen, das ehemalige Pfannigelände.

Soziale_Infrastruktur
Auch Kitas und eine Schule sind für das Werksviertel geplant. Bild: steidle architekten/bfg

 

Staatsminister Spaenle sagte in der Pressekonferenz:

(6:43 / 8 MB)

 
Wer es kompakter und mit Fakten angereichert mag, dem empfehle ich die Berichterstattung von BR Klassik.

Man kann noch viel größer denken – Der Konzertsaal im Werksviertel

Mariss Jansons plädiert für einen Konzertsaal im Werksviertel. Das ist wohl die größte Überraschung der letzten Konzertsaaldiskussion in München. Der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks war bisher für den Finanzgarten. Wie der Konzertsaalverein auch, der vor Jahresfrist einen vielbeachteten Architektenentwurf vorgelegt hatte. Damit wurde die Debatte um eine neue Spielstätte in München erst wieder so richtig befeuert.

 

Die Funktionalität des Konzertsaals. Bild: steidle architekten/bfg
Die Funktionalität des Konzertsaals. Bild: steidle architekten/bfg

 

Mittlerweile sind nur noch zwei Standorte im Rennen. Die Paketposthalle und das Werksviertel. Die CSU München–West hatte vor rund zwei Wochen zu einer Diskussion um „Die Resonanz“ eingeladen, dieses Mal lud die CSU München–Ost in die Nachtkantine des ehemaligen Pfanni–Geländes.

Auch Kitas und eine Schule sind für das Werksviertel geplant. Bild: steidle architekten/bfg
Auch Kitas und eine Schule sind für das Werksviertel geplant. Bild: steidle architekten/bfg

Zu Beginn stellten der Pfanni-Erbe Werner Eckart und sein Architekt Johannes Ernst die Bebauungspläne für das ehemalige Werksgelände vor. Klar ist, dass dort nicht nur ein Konzertsaal mit dazugehöriger Infrastruktur entstehen soll. Ein ganzer Wohn- und Lebenskomplex ist geplant. Dazu gehören Läden zum Einkaufen, Sportmöglichkeiten, aber auch drei Kindertagesstätten und eine Grundschule samt Sportplatz. Johannes Ernst:

 

Dazu kommen, so Werner Eckart, mehrere Hotels:

 

Der Konzertsaal, betonte Ernst, sei dabei in der Planung von seiner ursprünglichen Randlage zum Ostbahnhof verrückt worden:

 

Mit ein Grund: Die Ungewissheit, wie die Deutsche Bahn zukünftig ihr Areal gestalten wolle. Überhaupt die Bahn: Der Ostbahnhof als unansehnliches Gelände, durch das sich Frauen nachts nicht alleine trauen, war der wohl negativste Punkt in der Publikumsdebatte. Ansonsten herrschte pure Freude, Martin Grubinger, der Schlagwerker aus Salzburg, geriet angesichts eines zu öffnenden Daches gar ins Schwärmen:

 

Musik in verschiedenen Ausprägungen bestimmt das Zentrum des Werkviertels. Bild: steidle architekten/bfg
Musik in verschiedenen Ausprägungen bestimmt das Zentrum des Werkviertels. Bild: steidle architekten/bfg

Für ihn stehr auch fest, dass ein alleinstehendes, vorwiegend der Klassik dienendes Gebäude ausgedient hat. Grubinger ist der Ansicht, dass die vorgesehene Mischung aus U- und E-Musik im Werksgelände der richtige Weg ist:

 

Mariss Jansons, der Chefdirigent des Symphonieorchesters, war wegen einer Erkältung an der Teilnahme verhindert. Ausweislich der Plakate war er das Zugpferd für die Diskussion. Aber: Die Veranstalter hatten vorgesorgt mit einer Videobotschaft. In dieser sprach der bisherige große Befürworter des Finanzgartens ein klares Wort in Richtung Werksgelände. Ein Auszug:

 

Die Anbindung des Werksviertels. Bild: steidle architekten/bfg
Die Anbindung des Werksviertels. Bild: steidle architekten/bfg

Nichts Neues hingegen von Kultusminister Ludwig Spaenle („Was lange währt, wird endlich besser“), der nochmals die für die Staatsregierung wichtigen Kriterien hervorhob, die an beiden Orten gegeben seien:

 

Nachdrücklich forderte der ehemalige Finanzminister Kurt Faltlhauser die Staatsregierung auf, noch in diesem Jahr für einen Beschluss zu sorgen. Ansonsten sieht der stellvertretende Vorsitzende des Konzertsaalvereins schwarz für eine Verwirklichung des Vorhabens. Auch er rückte vom Finanzgarten als Standort ab und sprach sich für das Werksviertel aus:

 

In den Abschlussstatements aller Diskutanten kam die Hoffnung heraus, dass die Suche nach dem Standort ein Ende haben möge. Es moderierte Markus Blume (CSU-MdL), die Schlussworte kommen von seinem Fraktionskollegen Andreas Lorenz.

 

Karsten Witt - Musikmanager, Hans Robert Röthel - Konzertsaalverein, Andreas Schessl - Konzertveranstalter, Markus Blume - MdL, Martin Grubinger - Schlagwerker und Gerhard Matzig von der SZ
Karsten Witt – Musikmanager, Hans Robert Röthel – Konzertsaalverein, Andreas Schessl – Konzertveranstalter, Markus Blume – MdL, Martin Grubinger – Schlagwerker und Gerhard Matzig von der SZ

Die Staatsregierung wird sich laut Ankündigung zum 15. Dezember auf einen endgültigen Standort festlegen.