Zwei Jahre nach Charlie Hebdo: Die Grenzen von Satire

Eigentlich war die Veranstaltung für den 31. Juli geplant. Doch nach dem Attentat im Olympia-Einkaufszentrum fand im Landtag an diesem Tag der offizielle Gedenkakt statt. So wurde die Filmvorführung von „Je suis Charlie“ heute nachgeholt – und, wie der Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer treffend feststellte, konnte kaum ein besserer Termin gefunden werden. Der Jahrestag des Anschlags auf das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo.

Drei Gedanken aus der Veranstaltung:

Martin Neumeyer (noch) Integrationsbeauftragter der Staatsregierung lud zu Film und Diskussion ein.
Martin Neumeyer, (noch) Integrationsbeauftragter der Staatsregierung, lud zu Film und Diskussion ein.

Weiterlesen »

Advertisements

70 Jahre Bayerische Verfassung – Die SPD hat Grund zu feiern

Es ist nicht einfach, als Opposition im Landtag herauszuarbeiten, warum man für Bayern und die Demokratie wichtig ist. Der SPD im Bayerischen Landtag ist es gelungen, soviel vorab. Mit einigen Längen, die mehr dem Kabarettisten Springer denn dem Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher geschuldet sind, haben die Sozialdemokraten einen würdigen Akt zu 70 Jahren Bayerischer Verfassung hingelegt.

Markus Rinderspacher begrüßt über 400 Gäste im Senatssaal
Markus Rinderspacher begrüßt über 400 Gäste im Senatssaal (Foto: SPD-Landtagsfraktion)

Weiterlesen »

Barmherzigkeit ist ein langer Weg

Wenn man ihm zuhört, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, da säße einer, der in Stellvertretung Gottes selber die Barmherzigkeit pflege, ab und an auf seine Schäfchen in den Redaktionen sehe, alle möge, ob die Schwarzen oder die Roten, und ansonsten neben dem lieben Gott der einzig gute Mann auf der Welt sei. Aber in Niederbayern ist die Welt weitgehend noch in Ordnung, hört man heraus. Und mit der Abendzeitung kann man auch München zu einem besseren Dorf machen.

Verleger Professor Dr. Martin Balle im Gespräch mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher. Foto: Gudrun Rapke
Verleger Professor Dr. Martin Balle im Gespräch mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher. Foto: Gudrun Rapke

Ein Frage- und Antwortspiel mit Markus Rinderspacher (SPD-Fraktionschef) und Martin Balle (Verleger Straubinger Tagblatt und Münchner Abendzeitung)

Weiterlesen »

Fremde in Franken – eine Ausstellung im Maximilianeum

Ausstellungen im Landtag sind immer etwas Besonderes. Und wenn sich, wie bei „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“, scheinbar halb Franken im Senatssaal des Maximilianeums einfinden, dann hat diese Migration einen tieferen Sinn: Den Kulturtransfer. Und so folgen sie einem althergebrachten Schema, mit dem die Franken ihrerseits Integration der Ankömmlinge pflegten, Kunst adaptierten und Migration gelingen ließen.

Im Kreuzgang befindet sich die Ausstellung „Fremde in Franken“.
Im Kreuzgang befindet sich die Ausstellung „Fremde in Franken“.

Weiterlesen »

Merkels Kohlwerdung – SPD-Fraktion zeichnet Karikaturisten aus

Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag hatte zum Karikaturen-Wettbewerb aufgerufen, eine externe Jury unter Vorsitz von Dieter Hanitzsch suchte aus und wertete, im Konferenzzimmer des Landtags, gleich neben dem Senatssaal, wurden die drei Preisträger ausgezeichnet. Sieger wurde Johannes Fedisch, der an der Akademie der Bildenden Künste studiert. Sein Werk trägt den Titel „Merkels Kohlwerdung.“

Der Jury gehörten neben Hanitzsch und Rinderspacher auch Prof. Dieter Rehm (Präsident der Akademie der Bildenden Künste, München), Mercedes Riederer (BR-Hörfunk-Chefredakteurin), Dr. Gisela Vetter-Liebenow (Leiterin des Wilhelm-Busch-Museums für Karikatur und Zeichenkunst) und Prof. Dr. Heribert Prantl (Mitglied der SZ-Chefredaktion) an. Die Entscheidung fiel nahezu einstimmig. Bild: SPD-Landtagsfraktion
Der Jury gehörten neben Hanitzsch und Rinderspacher auch Prof. Dieter Rehm (Präsident der Akademie der Bildenden Künste, München), Mercedes Riederer (BR-Hörfunk-Chefredakteurin), Dr. Gisela Vetter-Liebenow (Leiterin des Wilhelm-Busch-Museums für Karikatur und Zeichenkunst) und Prof. Dr. Heribert Prantl (Mitglied der SZ-Chefredaktion) an. Die Entscheidung fiel nahezu einstimmig. Bild: SPD-Landtagsfraktion

Ein wenig ging es Markus Rinderspacher schon auch um die Rettung des Qualitätsjournalismus, jedenfalls bezeichnete der Fraktionsvorsitzende der SPD die Karikatur als Königsdisziplin.

 

Dieter Hanitzsch, der Vorsitzende der Jury, betonte unter anderem in seiner Laudatio, dass den klassischen Karikaturisten der Nachwuchs ausginge. Die jüngsten Anerkannten ihres Faches seien doch schon deutlich der Mitte 40. Umso mehr sei es zu loben, dass die SPD den Nachwuchs fördere:

 

Der zweite Platz ging an Paul Rietzl (Jahrgang 1986) aus Augsburg, der das Thema Flüchtlinge in einem neunseitigen Comic verarbeitete. Das Preisgeld beträgt 1500 Euro. Den mit 500 Euro dotierten dritten Platz in dem bundesweiten Wettbewerb belegt die Zeichnerin Rosanna Merklin (Jahrgang 1986) aus Berlin mit ihrem Werk „Morgen ist wieder Bingo“ über die Verhältnisse in einem Seniorenheim. Den ersten Platz (2500 Euro Preisgeld) belegte Johannes Fedisch mit seiner großen Karikatur, die zeigt, wie sich die Gesichtszüge von Angela Merkel immer mehr denen des Vorvorgängers Helmut Kohl angleichen:

 

Der Fraktionschef der SPD freute sich hörbar und stellte in Aussicht, dass der Wettbewerb sicher wieder ausgeschrieben werde:

 

Die Siegerkarikatur: Merkels Kohlwerdung
Die Siegerkarikatur: Merkels Kohlwerdung
Johannes Fedisch, Schöpfer der Siegerkarikatur
Johannes Fedisch, Schöpfer der Siegerkarikatur
Paul Rietzl, der Zweitplatzierte
Paul Rietzl, der Zweitplatzierte
Rosanna Merklin belegte den dritten Platz
Rosanna Merklin belegte den dritten Platz

Alle Fotos, außer Siegerkarikatur: SPD-Landtagsfraktion