Kritischer Journalist in der Türkei? Ein gefährlicher Job

Die Mitglieder des DJV Baden-Württemberg haben sich über die Lage türkischer Journalisten am vergangenen Samstag, am 17. September, aus erster Hand von Ismail Küpeli informieren lassen. Er ist Politikwissenschaftler und Journalist. Er analysiert die Konflikte in der Türkei und im Nahen und Mittleren Osten. Er schreibt für Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Onlinemedien. Nach der Veranstaltung beim DJV Baden-Württemberg hat sich Heinrich Rudolf Bruns mit Ismail Küpeli unterhalten.

Ismail Küpeli informiert aus erster Hand über die Situation für Journalisten in der Türkei. Peter Welchering (rechts) moderierte.
Ismail Küpeli informiert aus erster Hand über die Situation für Journalisten in der Türkei. Peter Welchering (rechts) moderierte.


(Die Audioqualität bitte ich zu entschuldigen, das Interview war aus (Zeit-)Gründen nur im Zug führbar.)

Der Beitrag wurde zuerst beim Webradio des DJV Baden-Württemberg veröffentlicht.

Advertisements

Das Leistungsschutzrecht – vergeigt

„XY hat‘s vergeigt!“

Das in Hinsicht auf das Leistungsschutzrecht (LSR) zu sagen, wäre zu einfach.

Viele Aktivisten haben beim LSR, wie auch bei der Vorratsdatenspeicherung (VDS), genügend Aktivität entwickelt. Teilweise phantasievoll wurde der Protest visualisiert, immer wieder schwappten digitale Well(ch)en durch Soziale Medien.

Festzuhalten bleibt: All diese Aktionen haben „den Verbraucher“ nicht erreicht, der es mit seiner Macht in der Hand gehabt hätte, eine VDS wie auch auch ein LSR zu verhindern.Weiterlesen »

Wie verzweifelt ist der Innenminister?

Einigermaßen verwundert rieb ich mir die Augen ob des neuerlichen Vorstoßes von Bundesinnenminister de Maizière:

Zwei Sätze vorab:

• Wo Daten sind, werden Begehrlichkeiten geweckt.
• Wo Daten sind, werden sie gestohlen.

Ein paar kurze Gedanken:
Weiterlesen »

Dass Zeitreiseanträge das drängendste Problem seien, wünschte ich mir angesichts der Weltpolitik.

Ziemlich unmerklich vor etwas mehr als einem Jahr stellte ich fest, dass das Thema Vorratsdatenspeicherung durch ist. Sei es, ob Hubert Aiwanger, der Fraktions- und Bundesvorsitzende der Freien Wähler, nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo forderte, dass eine VDS wieder her müsse, sei es, dass die CSU im Bayerischen Landtag ungeniert (und nur von drei Journalisten – mit mir!) auf einer Pressekonferenz massiv die Wiedereinführung der VDS propagierte: Es interessierte bis auf zwei, drei Kollegen und netzaffine Menschen keinen. Nicht einmal die Bürgerrechtspartei der Piraten. Zumindest für Bayern kann ich memorieren, dass in der fraglichen Zeit seitens des Vorstandspersonals interne Vorgänge (zur Konsolidierung?) wichtiger waren als die Abwehr eines massiven Angriffs auf unsere Freiheitsrechte.

Als der Bundesminister der Justiz im Herbst dann einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Höchstspeicherfrist vorlegte, gab es ein Wellchen im Netz. Richtig. Aber das verebbte recht schnell. Die VDS kam und erste Klageabwehren vor Gericht zeigen, dass die handwerklich oft geschmähte Koalition mit jedem neuen Versuch einer Beschneidung der Bürgerrechte mehr Erfolg haben wird.

Weiterlesen »

800-Header-Tutzing-IMG_4048

Mündig in der smarten Welt – eine Tagung bei der @APBTutzing – #apbsmart

Informationstechnologie (IT) findet sich in jedem unserer Lebensbereiche. Um so dringlicher ist es, sich Gedanken darüber zu machen, wie man verantwortungsvoll mit der IT umgehen kann. Nicht nur im moralisch-philosophischen Kontext, sondern auch in einer gesellschaftlich-politischen Komponente.
Die Akademie für politische Bildung in Tutzing und die Regionalgruppe der Gesellschaft für Informatik, Regionalgruppe München luden deswegen Informatiker und Politiker, Philosophen und Wirtschaftsvertreter ein, um interdisziplinär ins Gespräch zu kommen. Informatik, so Wolfgang Glock von der Gesellschaft für Informatik müsse für die Gesellschaft begreifbar gemacht werden.Weiterlesen »